Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - elfter Teil - XIII

Buchcover Die Champions League des Lebens (Foto: Markus Zogg)

Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Erfolgsfaktoren fürs Älterwerden (IV)

Aus zahlreichen Gesprächen, die der Buchautor mit 85- oder 95-Jährigen, die mit viel positiver Ausstrahlung unterwegs sind, geführt hatte, stechen sieben Faktoren besonders stark hervor:

7) Von Dankbarkeit geprägt
Erkenntnisse aus der Neuropsychologie besagen, dass Dank und Dankbarkeit als beste Voraussetzung für ein langes und glückliches Leben gelten. Wieso nicht früh üben, was später tragen soll? Gewisse Lebensumstände sind nicht unbedingt förderlich, um Dankbarkeit eintrainieren zu können. Deshalb:
- Welche Merkmale hat aus meiner Sicht ein dankbarer Mensch?
- Wofür bin ich selber im Tiefsten dankbar? (10 Gründe)
- Wie nehme ich alte Menschen hinsichtlich Dankbarkeit generell wahr?
- Wie nehme ich meine eigene Generation diesbezüglich wahr?
- Wie schätze ich mich selber ein? (Skala 0 bis 5)
- Welches sind in meinem Leben die drei hauptsächlichen Dankbarkeits-Killer?
- Welche Möglichkeiten gibt es, diese Dankbarkeits-Killer in meinem Leben zu entmachten?

Ein Mensch ist entweder dankbar oder ein Mensch ist verbittert und verkümmert in Ansprüchen und Vorwürfen an das Leben und an Menschen.

Versuchen wir dem Zustandekommen dieser Dankbarkeit auf die Spur zu kommen. Eine Spur liegt im Einüben von Vertrauen. Könnten wir Gott nicht vertrauen, müssten wir verzweifeln. Der, der das Leben erschuf, muss es wissen, was im Leben zählt. Also ist es für uns Menschen das Beste, was wir tun können, diesem Gott zu vertrauen. Eine weitere Spur zur Dankbarkeit sind die Erkenntnisse des deutschen Theologen Erich Schick (1897-1966). Er war Pfarrer, evangelischer Theologe und Professor für Systematik, Ethik, Missionsgeschichte und Psychologie in Basel. Es geht um die „Einfachheit des Herzens“. Erich Schick beschreibt in seinem Büchlein „Der verborgene Mensch des Herzens“ mehrere sogenannte „E-Dimensionen“:
- Einfachheit (im Sinn von Schlichtheit und Unkompliziertheit)
- Einsicht
- Einfalt
- Einkehr (bei sich selber),
- (erfüllte) Einsamkeit
- Einssein (mit sich und anderen)
- und weitere
Es ist kaum vorstellbar, einen fruchtbareren Nährboden für Dankbarkeit zu finden als durch die Pflege dieser „E-Dimensionen“.

Es empfiehlt sich auch zu Herzen zu nehmen, was die Bibel dazu sagt: „Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes für euch“ (1. Thessalonicher 5,18). In allen Dingen? Aus menschlicher Sicht ist dies wahrscheinlich nicht umzusetzen. Aber mit Gottes Hilfe ist es wohl möglich, trotz allen Widrigkeiten im Leben, ein dankbarer Mensch bleiben zu können.

Mit dieser Ausgabe beenden wir das Thema „Erfolgsfaktoren fürs Älterwerden“.
Was waren schon wieder die sieben Erfolgsfaktoren?
- In der Hoffnung verankert (Zukunftsaussichten aus der Bibel)
- Den inneren Menschen pflegen (Zuversicht, Friede, Ruhe, Ja sagen etc.)
- Wissen, wer ich bin (Identität durch Gott)
- Versöhnt sein (mit mir, mit meinem Mitmenschen, mit Gott)
- Sinnerfülltes Leben (Beziehungen, Freundschaften, Danke, Entschuldigung)
- Vom Ja zu Schwäche und Begrenzung (Umgang mit Verletzlichkeit)
- Von Dankbarkeit geprägt (E-Dimensionen).

Reflexionsfrage
Was lerne ich aus dem Erfolgsfaktor «Von Dankbarkeit geprägt»?
Welcher der sieben Erfolgsfaktoren hat mich am meisten angesprochen?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 02.04.2026