Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - elfter Teil - IX

Buchcover Die Champions League des Lebens (Foto: Markus Zogg)

Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Das „hinnehmende“ oder “sich verschenkende“ Alter
(letzte Jahre, letzte Monate, letzte Tage)

„Das Alter ist nicht mit einem letzten Akt einer Tragödie zu vergleichen, nach dem der Vorhang fällt und die Lichter gelöscht werden. Vielmehr gleicht es den letzten Takten der Ouvertüre, nach denen der Vorhang aufgeht, das Licht erstrahlt und das Eigentliche beginnt.“
Theodor Bovet

„Dass das Leben erst anfängt, wenn es hier aufhört, dass alles nur Vorspiel ist vor dem geschlossenen Vorhang – das sollen Junge und Alte bedenken. Warum haben wir denn solche Angst, an den Tod zu denken?... Der Tod ist nicht bitter, wenn wir nicht verbittert sind. Der Tod ist Gnade, Gottes grösste Gnade, die er Menschen , die ihm glauben, schenkt… der Tod lockt mit himmlischer Gewalt, wenn wir nur wissen, dass es das Tor in die Heimat in das Freudenzelt, in das ewige Reich des Friedens ist.“
Dietrich Bonhoeffer (Predigt am Ewigkeitssonntag 1933)

Es gibt dieses überraschende Jasagen, dieses Einwilligen, dieses Sich-Hingeben. Was macht im Tiefsten sicher, gibt Lebensfestigkeit und tröstet? Was trägt von innen heraus?
- Es ist die „Ewigkeit im Herzen“. Diese Ewigkeit ist ganz grundsätzlich das Ziel, zu dem jeder Mensch bestimmt ist und sich bis zum letzten Atemzug Ja oder Nein dazusagen kann.
- Es ist ein Wort aus Psalm 16: „Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich. Auch mein Leib wird sicher wohnen…“
- Es ist die Gewissheit im Erkennen desjenigen, der von Anfang an ist.

Es ist nicht ein Tun, sondern das „Hinnehmen“ und das „sich Verschenken“, das Gewissheit gibt:

„Hinnehmen“: Das Ende des Kampfes gegen Schmerz und Krankheit, gegen Belastendes und Zermürbendes, gegen Minderwert und Einsamkeit darf angenommen, bejaht und willkommen geheissen werden. Es ist ein Geschenk, wenn Menschen sich selber erlauben, sorgenfrei zu werden, und es ist ein Geschenk, wenn diese Sorglosigkeit auch vonseiten des Umfeldes ganz ohne Vorbehalte erlaubt wird.

„Verschenken“: Sich nochmals mit allem, was man hat, verschenken. Gibt es etwas Bedenkenswertes, noch etwas „Auf-Sehen-Erregendes“, noch etwas „Merk-Würdiges“, das man mit und ohne Worte vermitteln kann? Es geht um letzte Dinge, letzte Reife, letzte Worte, letzte Höhepunkte im irdischen Dasein.

Wir sollten uns dieser zutiefst lebensnahen Dimension stellen, lieber früher als später, auch dann, wenn uns die Worte fehlen.

Reflexionsfrage
Welche Erfahrungen habe ich mit Menschen gemacht, die in der letzten Altersphase angekommen sind, eventuell kurz vor ihrem Tod?

Wenn Sie Ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten, würde ich mich freuen, Sie mal zu treffen.
Nehmen Sie mit mir Kontakt auf: Sozialdiakon Markus Zogg, 076 452 52 21


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 05.03.2026