Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - elfter Teil - VII

Buchcover Die Champions League des Lebens (Foto: Markus Zogg)

Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Das „mittlere“ oder „fortgeschrittene“ Alter (von 70/75 bis 80/85)

Goethe soll gesagt haben: „Altwerden heisst ein neues Geschäft beginnen.“
Was ist dieses „neue Geschäft“ im mittleren und fortgeschrittenen Alter?
Dazu gehören sicher die folgenden irritierenden, nicht-ersehnten und äusserlich unschönen Lebensrealitäten:
• die zunehmende körperliche, emotionale und kognitive Verletzlichkeit im Sinne von Anfälligkeit für bestimmte Einbrüche und Gebrechlichkeiten
• die unübersehbare Nähe zum Ende des irdischen Lebens
• die Verluste lieb gewordener Menschen
• die zunehmende Unterstützungsbedürftigkeit

Springen den in dieser Lebensphase auch Chancen ins Auge?
Dazu ist der Vergleich mit der vertrauten Natur hilfreich. Für Gartenbauer und Landwirte gibt es kaum etwas Schöneres als ein reifes Kornfeld, ein Himbeer- oder Johannesbeerstrauch voller reifer Früchte, ein Kirsch- oder Apfelbaum voller reif gewordener Kirchen und Äpfel. „Reife“ ist unser Stichwort, das wir in Zusammenhang mit der Lebensphase eines Menschen bringen. Drei Kernmerkmale sollen erwähnt werden:
• Bei Menschen wird dann von Reife gesprochen, wenn bei Anwesenheit und im Dasein solcher Menschen Lebenshaltungen wie Dankbarkeit, Versöhnungsbereitschaft oder Hoffnung entzündet werden.
• Reife meint weiter, gerade in allem Schwierigem, dem Kommenden immer etwas mehr Gewicht zu geben als dem Gegenwärtigen.
• Reife ist nicht Endstation, sondern notwendige Voraussetzung, dass noch Schöneres und Grösseres geschehen kann. Wichtig ist die Frage, was sich im Leben innerhalb ganz unterschiedlicher Lebensfelder bewährt und als Wahrheit erwiesen hat.

Das „mittlere“ oder „fortgeschrittene“ Alter: Ein Tank voller Bewährtem und Wissen um Nicht-Bewährtes, geprägt von Reife, kräftig gewürzt mit Mündigkeit und Weisheit und der Bereitschaft, nicht einfach die Restlaufzeit des eigenen Lebens abzusitzen, sondern das eigene Leben verfügbar zu machen – für die kommende Welt, für kommende Generationen, für eine Gesellschaft, der es um weit mehr gehen muss als bloss um die Optimierung des eigenen Wohlbefindens.

Reflexionsfrage
Werden ich darum achtzig Jahre alt, dass ich immer dasselbe denken sollen?
Warum mache ich mir eigentlich keine Gedanken über Grundlegendes im Leben?
Welche Chancen springen bei mir ins Auge?
Welche „reifen Früchte“ kommen in meinem Leben zur Geltung?
Was hat sich in meinem Leben bewährt?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 19.02.2026