Impulse für den Glauben - elfter Teil - V
Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Etappen innerhalb des Lebens
Kindheit – Erwerbsleben – Ruhestand. Morgen – Mittag – Abend. Frühling – Sommer – Herbst – Winter.
Wie und wann beginnt ein Zeitabschnitt oder geht eine Etappe zu Ende? Was ereignet sich an den Übergängen des Lebens?
Was meinen Sie zu den folgenden Aussagen?
• Das Alter beginnt sehr viel früher, als die meisten Menschen denken. Fachleute setzen den Start des Alterns bei 46 Jahren an.
• Das Alter lässt sich in mindestens fünf Phasen unterteilen:
1) Das fortgeschrittene Erwachsensein (ab 46 bis 65 Jahren)
2) Das zufriedene Alter (von 65 bis 75 Jahren)
3) Das fortgeschrittene Alter (von 70/75 bis 80/85 Jahren)
4) Das erfüllte Alter (mit 80/85+ Jahren)
5) Das verschenkende Alter (die letzten Monate und Jahre, vor dem Tod)
• Der Schlüssel zu einem gelungenen Ablauf dieser Lebensepochen besteht in der Bewältigung der meist krisenhaft verlaufenen Übergänge zwischen den einzelnen Altersphasen.
• In jeder der genannten fünf Etappen gibt es ganz konkrete Aufgaben
Drei Argumente begründen, weshalb es eine gute Idee ist, bereits ab 46 Jahren vom Alter zu sprechen.
Erstens befindet sich zu diesem Zeitpunkt die sogenannte Lebenszufriedenheitskure auf dem Tiefpunkt.
Zweitens interessieren sich Männer und insbesondere Frauen zwischen 40 und 50 erstmals für die Frage, wie sie gekonnt und ohne viel Aufsehen Alterserscheinungen in die Schranken weisen können.
Drittens beginnt in der Mitte des fünften Lebensjahrzehnts nochmals eine grundsätzlich neue Orientierungsphase.
Heute beleuchten wir die erste Altersphase, nächste Woche die Phasen 2 bis 5.
Das „frühe“ oder „junge“ Alter (von 46 bis 65)
Es ist die Lebensphase, in der kaum jemand unaufgefordert an das Thema „Älterwerden“ denkt. Älterwerden ist Sache der anderen. Was nun charakterisiert diese Lebensphase zwischen 46 und 65 Jahren? Die äusseren Kräfte nehmen eher ab als zu. Zum Vorschein kommen Leid, wenn Lebensziele nicht mehr erreichbar erscheinen und der Schmerz des Verlustes um liebgewordene Menschen. Zu betonen gilt auch das Potential dieser Lebensphase. Der Mensch ist sich seines Wesenskerns sicher. Sein Denken, Wollen und Fühlen formt sich zu etwas Ganzem. Bestimmtheit und Zielgerichtetheit werden sichtbar. Die Einsicht bildet sich heraus, dass es Grenzen gibt. Höhen und Tiefen werden als etwas Zusammengehöriges akzeptiert. Kurzfristiges Profitieren wird nicht mehr als ganz so lebensentscheidend gesehen. Es kristallisiert sich heraus, was sich im Leben bewährt hat und was nicht.
Gefahren in dieser Lebensphase:
• Nicht wenige Menschen versuchen sich aus den Fesseln bisheriger Verbindlichkeiten zu lösen und auszubrechen.
• Wer keine Veränderungsmöglichkeiten erkennt oder den Mut zum Ausbruch hat, verschiebt den ersehnten Glücksmoment auf später. Es wird passiv abgewartet.
• Wer den Gewinn nicht im Jetzt und im Kommenden sieht, wird ihn im Aufrechterhalten des Vergangenen erkennen und flieht dorthin zurück.
Reflexionsfrage
In welcher Art Lebensraum und mit welchen Menschen zusammen möchte ich mein Leben (ab 75 Jahren) gestalten?
Was löst der Begriff „Pensionierung“ oder „Ruhestand“ bei mir aus?
Wie bin ich bisher mit Begrenzungen, Misserfolgen, Einschränkungen, Verletzlichkeit, Scheitern und Schwäche umgegangen? Und wie möchte ich künftig damit umgehen?
Wie soll mein Glaube im Alter seinen Ausdruck finden?
Was löst die Thematik «Sterben» und „Tod“ bei mir aus und wirkt diese auf mich?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.