Impulse für den Glauben - elfter Teil - XX
Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Die christliche Gemeinschaft als Trainingslager (1)
Was ist und tut die christliche Gemeinde? Wie artikuliert und gibt sie sich? Könnte es sein, dass die christliche Kirche in der Gestaltung des Alters, dieser neuen Wirklichkeit, eine Art Vorreiterrolle hat?
Folgende Stichworte könnten Anhaltspunkte dazu sein:
- Sinnfindung für die 25 geschenkten Jahre
- Hoffnung als Schlüssel zu glückendem Älterwerden
- Bewältigung von Krisen und Übergängen im Leben
- Revision destruktiver Lebensmuster
- Mündigkeit im Umgang mit Schwäche
- Weisheit als Erkennen von Lebenszusammenhängen
- Aufgeräumt und versöhnt leben
- Wissen, wer man ist
- Hoffnungshorizonte im Zusammenhang von Sterben und Tod
Wovon nun hängt es ab, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen?
Wer, wenn nicht die christliche Kirche, hat das Potential, sinn-, hoffnungs- und identitätsstiftende Wege im unausweichlichen Älterwerden zu weisen? Wer, wenn nicht die christliche Kirche, verfügt über Lebenswissen im Zusammenhang mit Ungeordnetem, Unsicherem, Unversöhntem, Unverständlichem, Schwachem, Vergänglichem, ja, Leben und Tod?
Wie könnte die Zukunft sein, wenn die Kirche diese Art Vorreiterrolle ausübt?
1) Die Wiederentdeckung der Liebe zur Lebensgestaltung
Gott ist Liebe, sagt Johannes mehrmals in seinem ersten Brief. Und als solches ist Gott zuallererst «Lieb-haber» des Lebens. Was hindert uns, in diesem Fussstapfen zu gehen – gerade nicht nur als Einzelne, sondern als Kirche und Gemeinschaft? In der christlichen Kirche treffen sich Lebensliebhaber. Und unter diesen Lebensliebhabern wird man als Allererstes nicht belehrt, sondern angesteckt, das eigene Leben, egal in welchen Umständen, lieb zu gewinnen, lieb zu haben und aus Liebe zu gestalten.
Weil der Glaube nirgends so existenziell wird wie im Alter und die Herausforderungen unüberschaubar erscheinen, sind zwei Dinge besonders wichtig:
a) Reden wir von unserem Glauben, muss es in allem und immer wieder neu um das Leben selber gehen.
b) Es darf immer wieder neu um die Zukunft gehen. Nicht Gegenwart, nicht Vergangenheit, sondern Zukunft gewinnt.
Reflexionsfrage
Die Christliche Kirche als Trainingslager: Welche Angebote müsste sie meines Erachtens schaffen?
Helfen Sie uns mit Ihren Ideen und schreiben Sie an: markus.zogg@ref-brunnen-schwyz.ch
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.