Impulse für den Glauben - elfter Teil - XXIII
Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Das Modell künftiger Gesellschaft anschaubar leben
Für die Christliche Kirche war durch alle Jahrhunderte hindurch klar: Glaube, Liebe, Hoffnung ist anschaubar. Glaube will und kann nicht abstrakt bleiben.
1) Unübertreffbar ehrlich zu sich selber
Als Menschen dürfen wir zu uns stehen, was wir können, leisten und zustande bringen – und auch was wir nicht sind und nicht können. Die Kunst im Älterwerden ist nicht das Verbergen von dessen Folgen, sondern der würdige Umgang damit.
2) Hinschauen und aufnehmen
Eine der Wirklichkeiten ist unser Älterwerden. Schauen wir uns in einem Pflegeheim um, könnten dabei folgende Fragen hilfreich sein: Was sehe ich? Was tut sich hier? Welche Art Gedanken könnten sich im Inneren eines Menschen abspielen? Was wird beabsichtigt? Wonach könnte sich ein Mensch sehnen? Wer gelernt hat, im Pflegeheim «hinzuschauen», tut sich auch im Hinschauen auf sein eigenes Älterwerden leichter.
3) Die eigene Melodie beachten
Zu jedem Menschen, uns allen, wird hingeschaut und hingehört. Was wohl sehen die Menschen «hinter unserem Vorhang»? Was ist hörbar? Was geht von uns aus, als Melodie, als Klang und Klangfarbe? Die Fragen können wir uns auch direkt stellen: Was soll von mir ausgehen? Welche Melodie möchte ich, dass sie von mir gehört wird? All das, was vom Einzelnen ausgeht, könnte in der Summe das ausmachen, was von einer Kirche ausgeht, hörbar und anschaubar.
4) Reden, um verstanden zu werden
Zur Beschreibung des Notvollen, Schweren und Unschönen verfügen wir über einen vielseitigen Wortschatz. Wie sieht es aber aus mit der Beschreibung der Chancen im Notvollen, zur Schönheit des inneren Menschen, zum Wertvollen des Alters?
5) Erzählen, was man im Konkreten glaubt, statt erklären, wieso man grundsätzlich glaubt
Interessant ist, was der eigene Glaube konkret bedeutet. Was meint der Glaube, wenn beispielsweise Verlust zu beklagen ist, wenn bisher Mögliches plötzlich nicht mehr möglich ist? Üben wir uns mehr darin, zu erzählen, wie der Glaube in einer konkreten Situation zu sehen und mitzuerleben ist.
6) Sich von anderen Menschen in das eigene Leben reden lassen
Es ist eines der grössten Hilfen im Leben, wenn wir viel Übung darin haben, uns ins Leben reden zu lassen. In ein Leben hineinzureden ist nicht Angriff auf dieses Leben, sondern Befruchtung dieses Lebens. Es hilft, uns im positiven Sinn zu verändern und angenehmere Menschen zu werden.
7) Füreinander Verantwortung tragen – zuerst im Dasein
Es gibt, bedauerlicherweise, ein verkrampftes und ungesundes Verantwortungs- und Dienstbewusstsein. Echte Verantwortung hat damit nicht viel zu tun. Besser ist: Verantwortung des Daseins, des Naheseins, der ungeteilten Gegenwart, des Mit-jemand-Seins, des «Für-jemand-Seins». Das ist hilfreich, weil alles notwendige Tun und Handeln aus dieser Verantwortung entwächst. Wer geübt hat, mit und für jemanden da zu sein, für den wird alles Tun und Handeln zu einer Selbstverständlichkeit.
Reflexionsfrage
Bei welchen zwei Punkten gibt es bei mir Handlungsbedarf? Wer könnte mir dabei helfen?
Welche zwei Punkte sprechen mich am meisten an?
Welche zwei Punkte setze ich schon ziemlich gut um?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.