Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - elfter Teil - XVI

Buchcover Die Champions League des Lebens (Foto: Markus Zogg)

Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Mann und Frau altern unterschiedlich

Älterwerden ist farbenfroh. Für die Farbtöne unseres Älterwerdens spielt es eine wichtige Rolle, unter welchen Belastungen und mit welchen Zumutungen wir uns bisher durch Leben geschlagen haben. Wesentlich ist auch, ob wir in einem Milieu der Ermutigung und der Hoffnung leben durften oder mehr in einem Umfeld von Entmutigung und Perspektivlosigkeit.

„Wenn es um das Älterwerden geht, kämpfen die Frauen vor dem Spiegel, die Männer im Fitness-Raum.“ Welche Wahrheit steht hinter dieser Aussage? Rein äusserlich existieren eine Reihe Unterschiede. Auch die Lebenserwartung ist unterschiedlich. Geschlechterspezifische Ängste und Vorbehalte sind zum Beispiel die Angst vor Einsamkeit bei Frauen oder die Angst vor Abhängigkeit bei Männern. Das Reden über das Älterwerden scheint den Männern schwerer zu fallen als den Frauen. Beim Betreten von neuen Lebensphasen tun sich Männer schwerer als Frauen. Leistung, Ansehen, Besitz, Erfolg, gutes Dastehen und Bedeutung sind für Männer wichtiger als für Frauen. Bei Männern wird exzellent philosophiert, Frauen sprechen lieber über das Leben. Der Satz „Männer kontrollieren das Alter – Frauen leben es“ liegt in diesem Zusammenhang nahe. Für Männer ist der Körper Ressource, für die Frau Identitätsmerkmal. Männer reden und denken nicht gerne über gesundheitliche Probleme. Lieber geben sie Vollgas, um dem eigenen Körper das Letzte abzuverlangen.

Männer werden anders alt als Frauen, Verheiratete anders als Nichtverheiratete. Sowohl das Gelingende wie das Misslingenden ist ein guter Anlass, bestimmte Lebenshaltungen um jeden Preis (weiter) zu erlernen oder bestimmte Lebensmuster um jeden Preis (mehr denn je) zu ver-lernen.

Aktive Lebensgestaltung im Alter fördert Gesundheit, Wohlbefinden und soziale Integration:
Dazu gehören körperliche und geistige Aktivitäten, die eine zentrale Rolle spielen bei der Aufrechterhaltung der kognitiven Fähigkeiten und psychischen Gesundheit. Ebenfalls tragen soziale Kontakte und Engagement in der Gemeinschaft zu einer erfüllenden Lebensgestaltung bei.
Bewegung: Eine tägliche Spazierrunde kann helfen, das Herz-Kreislauf-System in Schwung zu halten und die allgemeine Beweglichkeit zu fördern. Übungen zu Kräftigung, Dehnung und Koordination unterstützen Muskulatur und Gelenke und beugen Stürzen vor.
Hobbys: Das Schreiben von Geschichten, Gedichten oder Memoiren kann nicht nur die geistige Fitness fördern, sondern auch dazu beitragen, wertvolle Erinnerungen festzuhalten. Künstlerische Tätigkeiten wie Malen, Zeichnen, Stricken oder Häkeln bieten eine entspannende Möglichkeit, sich auszudrücken und zugleich feinmotorische Fähigkeiten zu trainieren. Egal, ob es das Spielen eines Musikinstrumentes oder das Singen der Lieblingsmusik ist – Musik kann eine wunderbare Quelle der Freude und Entspannung sein. Freiwilligentätigkeiten in der Kirche oder in sozialen, kulturellen oder ökologischen Einrichtungen bieten eine Gelegenheit, Erfahrungen und Fähigkeiten im Dienst der Mitmenschen einzusetzen und zugleich soziale Kontakte zu pflegen.

Reflexionsfrage
Welche Lebenshaltungen sollte ich weiter pflegen? Welche Lebensmuster sollte ich aufgeben? Habe ich Hobbys, Aktivitäten, die mir guttun? Bewege ich mich genug?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 23.04.2026