Petrus begegnet Jesus
Petrus ist dem auferstandenen Jesus viele Male begegnet. Er hatte laut getönt, dass er Jesus niemals verlassen würde (Johannes 13,37). Es war eine totale Treue und Hingabe zu erkennen. Aber er gründete seine Identität auf die Annahme, dass er allen anderen überlegen sei. Als Jesus dann verhaftet worden war und die übrigen Jünger geflohen waren, wurde Petrus dreimal in der Öffentlichkeit nach seiner Treue zu Jesus gefragt. Jedes Mal leugnete er, ihn zu kennen. Petrus hatte Jesus alles zu verdanken. Aber indem er seine eigene Haut retten wollte, machte er sich unsäglich schuldig.
Wir wissen nicht genau, wie wir reagieren würden. Wenn uns Verschmähung und Ablehnung droht, sind wir wahrscheinlich ebenfalls sehr schnell mit Notlügen.
Wie Petrus können auch wir wichtige Lektionen fürs Leben lernen:
- Echte Reue und Busse speist sich daraus, dass es uns leidtut, dass wir dem, den wir lieben, wehgetan haben.
- Eine christliche Identität gründet letztlich immer in der Erkenntnis der Grösse von Gottes unveränderbarer Liebe und Gnade, und nicht in unseren Leistungen.
- Wer kann die Herzen der Menschen besser ansprechen als jemand, den die Gnade Gottes demütig gemacht hat?
Impulse für den Glauben - dritter Teil - XV
Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.