500 Jahre Reformation

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Das Reformationsjubiläum liegt hinter uns. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und uns Gedanken über Aufbrüche gemacht. Ein Höhepunkt war der Innerschwyzer Reformationstag am 5. November in Schwyz. Hier ein kurzer Rückblick mit vielen Bildern von Sabine Köhler
Hartmut Schuessler,
Foto: Gelebtes Miteinander: Von li: Pfr. Urs Jäger, Pater Basil, Pastoralassistentin Mary-Claude Lottenbach, Pfrin. Susanne Tschümperlin, Pfr. Hartmut Schüssler und Pfr. Urs Heiniger. Vorne: die aufgeschlagene Zwingli-Bibel aus dem Jahr 1536
Artikel – Innerschwyzer kantonaler Reformationssonntag

Innerschwyzer feierten 500 Jahre Reformation
Am 5. November feierten die Reformierten Christen aus Arth-Goldau, Brunnen-Schwyz, Einsiedeln und Küssnacht a.R. im reformierten Kirchenzentrum Schwyz gemeinsam den Jubiläumsgottesdienst zum Reformationstag.

│Sabine Köhler-Meter

Bewusst eingeladen im Zeichen der Ökumene wurden zwei katholische Gäste, die in der Liturgie mitwirkten: die Pastoralassistentin von Schwyz, Mary-Claude Lottenbach, und Pater Basil, der Leutpriester des Klosters Einsiedeln.

«140 Zeichen für die Freiheit»
Der Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum stand ganz im Zeichen der Freiheit mit Twitterbotschaften als Hommage an den Thesenanschlag vor 500 Jahren. „Luther würde heute die 95 Thesen sicher als Tweets verfassen“, erklärte Pfarrer Hartmut Schüssler zu diesem gestalterischen Element. Mit den Tweets sollten die Thesen und Fragen wie ein roter Faden durch den Gottesdienst führen, die Kernbotschaft vorantreiben oder das Gesagte hinterfragen und anschliessend eine eindrückliche Kulisse liefern.

Alte Zwingli-Bibel aus Einsiedeln
Pater Basil brachte die kostbare Zwingli-Bibel aus dem Jahr 1536 mit, die heute das Kloster Einsiedeln in der Bibliothek hütet. Somit war er wohl als direkter Nachfolger von Huldrych Zwingli gekommen, der diese Stelle vor 500 Jahren innehatte. Betrachtet wurden geschichtliche Aspekte, die tiefe Verbindung mit Einsiedeln aber auch schmerzliche Erfahrungen im Alltag und Trennendes. Gedanken um die Bedeutung der Bibel in beiden Konfessionen folgten, wiederum in Form von Tweets, u.a. „Bibel im Zentrum“ und „Die Bibel hat die Freiheit als Mitte“, bevor zwei Verse aus dem Lukasevangelium zu hören waren.

Freiheit heisst heute ...
Pfarrerin Susanne Tschümperlin aus Küssnacht und Pastoralassistentin Mary-Claude Lottenbach aus Schwyz spannten den Bogen in die heutige Zeit dahingehend, dass man dank den Smartphones die Bibel im Hosensack tragen könne (Tweet von Hartmut Schüssler). „Autoritäten, die uns mit der Bibel oder mit anderen Mitteln Angst machen wollen, haben an Macht verloren“, so die Pfarrerin Tschümperlin. Dies bedeute aber nicht zwangsläufig, dass es nicht andere Ängste gibt, die heute die Menschen unfrei machten. Im interaktiven Teil durften die Gottesdienstbesucher auf Post-its festhalten, was aus ihrer Sicht Freiheit bedeutet.

Alle sind eingeladen
Es war ein eindrücklicher Gottesdienst zum Gedenken an 500 Jahre Reformation. Der Sing mit-Projektchor unter der Leitung von Sonja Schudel und mit Lukas Albrecht am Klavier/Orgel brachte eine spannende Mischung aus Liedern von Luther und Zwingli über Gospel bis Pop zu Gehör. Die Neuvertonung des alten Lutherliedes „Verleih uns Frieden gnädiglich“ war Programm: alt und neu – Kyrie und Halleluja - eng zusammen. Die gemeinsame Feier des Abendmahls betonte einmal mehr die Gemeinschaft, denn wo Jesus einlädt, da sind alle eingeladen. Beim abschliessenden Apéro riche wurden die Gäste nicht nur gastronomisch verwöhnt. Sie kamen ebenso in den musikalischen Genuss des Gitarrenduos ‚Feiner Steinstaub’ aus Arth/Steinen.

Foto und Text: Sabine Köhler-Meter
Autor: Hartmut Schuessler     Bereitgestellt: 22.11.2017     Besuche: 13 Monat
 
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