Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - elfter Teil - XIX

Buchcover Die Champions League des Lebens (Foto: Markus Zogg)

Seit dem 8. Januar 2026 gibt es den neuen Impuls zum Glauben:
«Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann».
Mit dem Buch von Markus Müller (SZM Hänssler-Verlag, ISBN: 978-3-7751-5906-7)
Bedenken und bedenkenswerte Perspektiven

Wir leiden unter einer Art Vergiftung unseres Denkens. Schwarzmalerei greift um sich. Es stimmt: In unserer Welt, auch in der Welt des Älterwerdens, gibt es eine Reihe bedenklicher Dinge. Doch sollte uns dies die Augen vor Bedenkenswertem unserer Zeit verschliessen?

Wir können das Alter auch als Chancenland bezeichnen. Wir sind Autoren unseres Lebens, vor allem der letzten Kapitel. Wir müssen unsere Skripte ändern. Wenn Alter bloss Abstieg, Not, Einsamkeit bedeutet, was ist dann zu tun? Heikle Passagen unseres Skriptes sind zu überarbeiten.

Im neuen Lebensabschnitt des Alters gilt es, aufzuräumen, zu ordnen und die Seele zu reinigen. Was als grösste Gefahr des Alterns betrachtet wird, ist, dass man sich gleichgültig wird, sich selbst und anderen, und dass einem diese Ego-Verdunkelung dank altersgerechter Scheuklappen noch nicht einmal auffällt. Es ist wichtig, sich von negativen Selbstbildern zu befreien, „Banden“ zu bilden und Verbündete zu suchen, Bescheidenheit zu üben. Im Alter wird es zunehmend wichtiger, was unser Umfeld uns zutraut. Das stärkt unser Selbstwertgefühl.

Ein positiver Blick auf das Alter könnte so aussehen:
• Das Alter holt uns nicht ein, es kommt uns entgegen.
• Ich will Zukunft sehen, ohne Scheuklappen.
• Es gibt genügend seelischen Proviant für den Lebensweg.
• Das Wohin ist das Entscheidende, die Richtung, die ich meinem Leben noch geben will.
• Manchmal erschrecke ich, wie jung ich noch bin.

Joachim Fuchsberger, der den provaktiven Spiegel-Bestseller «Altwerden ist nicht für Feiglinge» schrieb, beendete sein Buch mit den Sätzen:

«Mein Lebensmotto war und ist: Über Hürden springst du, wenn du vor ihnen bist… Wer am Start an die Gefahren des Rennens bis ins Ziel denkt, kann es nicht gewinnen… Was immer wir lesen, sehen, hören: Die Angst geht um. Nicht doch! Angst lähmt, macht krank, hindert uns daran, die Suppe auszulöffeln, die wir Menschen uns doch selbst eingebrockt haben… Ich bin dankbar für jeden Tag… Bis zum Ende bleibt es ein Hindernisrennen, mit allem, was dazugehört… es ist lebenswert… Ich gehe langsam. Die letzte Hürde kommt in Sicht. Wenn sie da ist, werde ich hoffentlich mit Mut und Anstand springen.»

Reflexionsfrage
Welche Bedenken habe ich bezüglich des Älterwerdens? Kenne ich Leute, mit denen ich über meine Ängste, Sorgen und Fragen reden kann? Welche sind für mich bedenkenswerte Dinge, über die es sich lohnt, nachzudenken?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 14.05.2026