Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - zwölfter Teil - I

Buchcover Helden des Glaubens (Foto: Markus Zogg)

Wir starten mit einem neuen Thema: «Helden des Glaubens»

Als Grundlage dient uns das Buch «Helden des Glaubens» von Michael Kotsch. (Christliche Verlagsgesellschaft mbH, ISBN: 976-3-86353-078-5)
Einleitende Worte

Jeder Mensch ist bewusst oder unbewusst Teil der grossen Geschichte Gottes mit den Menschen. Ist uns diese Tatsache bewusst? Umso wichtiger ist es, sich Gedanken zu machen, welche Rolle wir ausüben. Bin ich Friedensstifter:in, Wegweiser:in auf Christus? Pflege ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn? Kümmere ich mich um Randständige? Gebe ich mein Geld für die Sache Gottes zum Wohl der Ärmsten auf dieser Welt? Es lohnt sich zu wissen, welche Fussspuren wir auf dieser Welt hinterlassen (haben).

In der aktuellen Serie «Impulse für den Glauben» lernen wir Männer und Frauen kennen aus der Zeit der Reformation, des Pietismus, der Erweckungsbewegung, aus jeder Epoche der Kirchengeschichte, die etwas Besonderes geleistet haben und für die übrige Christenheit prägend gewesen sind. Es ist klar, dass auch diese Menschen ihre Schwachpunkte hatten. In unserer neuen Serie «Impulse für den Glauben» wird bewusst der Fokus auf den vorbildlichen und herausfordernden Aspekten ihres Lebens gelegt. Als Anregung zum Weiterdenken werden am Ende jeder Kurzbiografie einige Thesen aufgeführt, die sich aus dem Leben und Denken der vorgestellten Personen ergeben.

Das Leben von Christen in der Vergangenheit kann und soll als Vorbild dienen. Wir werden herausgefordert, ihrer Bereitschaft, auf Gott zu hören, ihrer Korrekturfähigkeit, ihrer Hingabe oder ihrer Konsequenz nachzueifern. 2000 Jahre Handeln Gottes mit Menschen umfasst die Kirchengeschichte. Durch die Auseinandersetzung mit dieser Zeit können wir Gott besser kennenlernen und nacherleben. Wenn wir sehen, wie Gott in die Geschichte eingegriffen hat, Christen geführt und bewahrt, scheinbar aussichtslose Situationen verändert, Menschen erneuert und die Welt trotz aller Bedrohungen erhalten hat, dann stärkt das unser Vertrauen in die Macht, in die Liebe und in die Zuverlässigkeit Gottes.

Indem wir beobachten, wie Christen in anderen Zeiten und anderen Kulturen gelebt haben, müssen wir anerkennen, dass es unterschiedliche Möglichkeiten gibt, als ernsthafter Gläubiger zu leben. So gewinnen wir positiven Abstand zu unserer eigenen Tradition und erweitern unseren Horizont. Das macht uns zu verständnisvollen, selbstkritischen und gemeinschaftsfähigen Menschen.

In der nächsten Folge starten wir mit Wulfila (4. Jahrhundert), der die erste „deutsche“ Bibel verfasste. In den nächsten Wochen erwarten uns spannende Einblicke in die Kirchengeschichte und deren Gestalten. Wir finden in ihnen Vorbilder und Motivation. Wir lernen aber auch Holzwege kennen, die man besser meidet. Über allem wird ersichtlich, dass Gott letztlich die Geschichte schreibt und dazu Leute findet, die dazu bereit sind.


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 03.09.2026     Besuche: 3 heute, 19 Monat