60plus Filmnachmittag 24. September 2025 - Rückblick
An diesem Mittwochnachmittag haben sich fast 20 Personen im Kirchgemeindehaus Brunnen versammelt, um den Spielfilm "Der älteste Schüler der Welt" zu schauen.
Der Film, nach einer wahren Begebenheit, spielt in Kenia und zeigt auf, dass auch in hohem Alter noch Wünsche und Träume realisierbar sind.
Kimani Maruge ist 84 Jahre alt, als er hört, dass jeder Kenianer nun das Recht auf eine freie Schulbildung hat. Da der Mau-Mau-Veteran nie Lesen und Schreiben gelernt hat, meldet er sich sofort als Schüler an der örtlichen Grundschule an.
Nicht alle der Lehrkräfte dort unterstützen seinen Wunsch auf Bildung und auch seine Erinnerungen aus dem Unabhängigkeitskrieg gegen die britische Kolonialmacht erschweren ihm das Erfüllen seines Traums - doch er will nicht aufgeben und es gelingt ihm letztlich nicht nur, die Verantwortlichen der Schule zu überzeugen, sondern er wird auch zum Klassenliebling.
Im Jahr 2005 wurde Kimani Maruge an die UNO-Vollversammlung nach New York eingeladen, um als Botschafter für die freie Bildung zu sprechen.
Es war dieses Mal kein Film für schwache Nerven und auch keine Komödie. Viel eher verging einem das Lachen ob der Schuld, die viele europäische Kolonialmächte auf sich geladen haben, während sie u.a. die Länder Afrikas ausgebeutet haben.
Markus Zogg, Sozialdiakon