Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - zehnter Teil - VII

Buchcover Die stille Gefährtin  (Foto: Markus Zogg)

Der Herbst ist da und die Tage werden kürzer. Die Stunden, die wir draussen verbringen, werden weniger und für viele Menschen bedeutet dies, mehr einsame Stunden in den eigenen vier Wänden zu verbringen.
Aus diesem Grund beschäftigen wir uns in den nächsten Wochen mit dem Buch von Stephanie Hecke:
"Die stille Gefährtin – Einsamkeit verstehen und überwinden"
(ISBN 978-3-86334-390-3)


Wer arm ist, ist auch einsam?

Zu allen Zeiten lebten Menschen in Armut. So auch heute, mitten in unserer Wohlstandsgesellschaft. Unsere Vorstellung von Armut ist davon abhängig, wie viel Wohlstand es in unserem Land gibt. Viele Menschen schämen sich dafür, arm zu sein. Armut bringt daher nicht nur finanzielle Probleme mit sich, sondern geht häufig auch Hand in Hand mit Einsamkeit. Wer wenig Geld hat, kann nur eingeschränkt am sozialen Leben teilnehmen. Gerade in unserer modernen Gesellschaft, in der soziale Kontakt oft über Erlebnisse und Aktivitäten geknüpft werden, führt Armut zu Einsamkeit.

Die vielen Gesichter der Armut
Wenn Hab und Gut nicht einmal ausreichen, um die Grundbedürfnisse wie einen Schlafplatz und eine warme Mahlzeit sicherzustellen, dann spricht man von absoluter Armut.
Armut kann heissen, mit einer mehrköpfigen Familie in einer Ein-Zimmer-Wohnung zu leben und keinen privaten Rückzugsraum zu haben.
Für manche Menschen heisst Armut, dass sie drei Jobs gleichzeitig annehmen müssen, um gerade so über die Runden zu kommen.

Armut in Zahlen
Gemäss einer Studie von Pro Senectute sind in der Schweiz rund 90'000 Menschen über 85 Jahren einsam. Das sind 37% dieser Altersgruppe. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen im höheren Alter öfter mit gesundheitlichen Beschwerden und eingeschränkter Mobilität zu kämpfen haben. Der Mangel an persönlichen Kontakten führt zu zusätzlichen Gesundheitsproblemen. Einsame leiden häufiger an Depressionen und Bluthochdruck, bewegen sich weniger, stehen unter höherem Stress und erkranken häufiger an Demenz.
Deshalb appelliert Pro Senectute an die Gesellschaft. Es sollen mehr niederschwellige Haushalts- und Besuchsdienste installiert werden.

Was bedeutet das für unsere Kirchgemeinde?
Unsere Kirchgemeinde hat einen Besuchsdienst, der von Freiwilligen geprägt ist. Ältere Menschen erhalten von uns eine Geburtstagskarte und werden auf Wunsch besucht. Das ist ein sehr kostbares ehrenamtliches Engagement. Wir suchen Personen, die sich für unsere Kirchgemeinde engagieren möchten. Eigene Ideen sind willkommen und werden nach Möglichkeit umgesetzt, um auch als Kirchgemeinde einen Beitrag für unseren ältere Bevölkerung zu leisten.

Reflexionsfrage:
Könnte ich mir ein ehrenamtliches Engagement in der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde vorstellen? Falls ja, könnte es im Besuchsdienst-Team sein? Habe ich Projektideen, die ich gerne in Zusammenarbeit mit Sozialdiakon Markus Zogg umsetzen möchte? Melden Sie sich unter markus.zogg@ref-brunnen-schwyz.ch oder 076 452 52 21.


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 02.10.2025