Impulse für den Glauben - neunter Teil - VIII
Die Natur ist erwacht und es ist wieder wärmer geworden. Die Tage sind länger. Es gibt mehr Sonnenlicht und die Temperaturen steigen. Die Blumen blühen. Die Sträucher und Bäume sind grün geworden. Die Vögel sind zurückgekehrt. Unzählige Jungtiere kommen zur Welt. Und wir Menschen sind wieder aktiver geworden. Wir geniessen mehr Zeit im Freien und nehmen bewusster wahr, wie schön die Natur ist.
In den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen wir uns mit dem Buch von Dave Bookless:
„Und mittendrin leben wir – Gott, die Ökologie und Du“ (ISBN 978-3-03848-043-3)
Die neue Schöpfung – auf Erden und im Himmel
Gott hat viel positivere Pläne für die Welt, als wir uns jemals vorstellen können.
Häufig sehen wir den grösseren Zusammenhang nicht und lassen uns von den vielen negativen Schlagzeilen ablenken. Die Details zu betrachten ist nur sinnvoll, wenn wir uns zuvor einen generellen Überblick verschafft haben, so dass wir uns orientieren können. Wer nimmt sich dafür noch Zeit? Die Informationsflut macht müde und weckt das Gefühl, dass am Zustand dieser Welt nichts mehr zu retten ist.
Die biblische «Landkarte» gibt uns einige wichtige Anhaltspunkte, die Gottes Pläne für die Schöpfung betreffen. Es beginnt mit einem Gott, der alles «gut gemacht» hat. Es geht weiter, trotz der katastrophalen Auswirkungen des Sündenfalls, mit einem Gott, der mit der Schöpfung vertraut ist, sie durch die Kraft seiner Liebe erhält und in ihr sein Wesen offenbart. All diese Punkte deuten darauf hin, dass Gott seiner Schöpfung treu bleibt. Obwohl Gott sein Gericht über die verdorbene und durch Sünde geschädigte Welt bringt, ist sein Gericht immer gerecht. Er verdammt niemals die Unschuldigen. Nicht die Erde und ihre Geschöpfte sind schuldig geworden, sondern allein die Menschen. Zeitgleich mit seinem Gericht bietet Gott jedoch einen Lösungsweg an, einen Weg der Erlösung.
Die biblische «Landkarte» ist sehr deutlich. Sie zeigt uns Gottes bleibende Liebe zu seiner gesamten Schöpfung. Gott hat nicht die Absicht, die Erde zu zerstören, um sie durch einen ganz neuen Himmel zu ersetzen. Das Ziel ist eine Wiederherstellung vollkommener Harmonie zwischen den drei «Fäden» Gott, die Menschen und die Erde mit ihren Geschöpfen.
Harmonie in der Schöpfung
Das Alte Testament liefert uns erste Indizien dafür, wie die Zukunft der Schöpfung aussehen könnte. Die zerstörten Beziehungen werden erneuert und die Harmonie zwischen den Menschen, der Schöpfung und Gott wiederhergestellt. Die Visionstexte aus dem Buch Hosea 2,16-23 oder die Kapitel aus dem Buch Jesaja 11 und 65. Es ist schwierig zu begreifen, wie Löwen, Leoparden, Bären und Wölfe eines Tages keine fleischfressenden Raubtiere mehr sein sollen, wenn doch ihre Zähne und ihre Verdauung scheinbar dazu geschaffen wurden. Dennoch dürfen wir Gott nicht unterschätzen. Der Eine, der alle Dinge einst gut gemacht hat, wird sicherlich imstande sein, etwas neu zu erfinden.
Das Reich Gottes
Das Reich Gottes ist «schon da» und gleichzeitig «noch nicht da». Mit dem Kommen Jesu begann die Heilung aller kaputten Beziehungen; seine Taten sind ein mächtiger Beweis dafür. Das Reich Gottes ist jetzt schon da. Solange jedoch die Sünde und das Böse noch auf dieser Erde sind, werden auch Zerfall, Zerstörung und Tod bleiben. Das Reich Gottes ist noch nicht ganz gekommen.
Fazit: Es gibt viele biblische Begriffe, die das zukünftige Schicksal aller Dinge beschreiben: «Himmel», «die neue Schöpfung», «das Reich Gottes» und der «neue Himmel und die neue Erde» gehören wohl zu den geläufigsten. Es wäre nicht richtig zu behaupten, dass sie alle dasselbe beschreiben. Doch bei allen Begriffen lässt sich etwas Interessantes feststellen: Die Zukunft hat bereits begonnen!
Reflexionsfrage:
Glaube ich daran, dass es eine neue Schöpfung geben wird? Wenn ja: Wie stelle ich mir die neue Schöpfung vor?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.