Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - neunter Teil - VII

Buchcover Und mittendrin leben wir (Foto: Markus Zogg)

Die Natur ist erwacht und es ist wieder wärmer geworden. Die Tage sind länger. Es gibt mehr Sonnenlicht und die Temperaturen steigen. Die Blumen blühen. Die Sträucher und Bäume sind grün geworden. Die Vögel sind zurückgekehrt. Unzählige Jungtiere kommen zur Welt. Und wir Menschen sind wieder aktiver geworden. Wir geniessen mehr Zeit im Freien und nehmen bewusster wahr, wie schön die Natur ist.
In den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen wir uns mit dem Buch von Dave Bookless:

„Und mittendrin leben wir – Gott, die Ökologie und Du“ (ISBN 978-3-03848-043-3)

Jesus – Erlöser der Welt

Kolosser 1,15-20
Die Bandbreite der Begriffe, mit denen Jesus in diesen Bibelversen charakterisiert wird, ist erstaunlich:
• Quelle der Schöpfung
• Erhalter der Schöpfung
• Erlöser der Schöpfung
Das sind unglaubliche Behauptungen! Inmitten der Umweltkrise gibt es demnach keine Hoffnung ausser der, die in Jesus liegt.

Jesus – die Quelle der Schöpfung
In Johannes 1,1-3 erfahren wir, dass dieses winzige, verletzliche, hilflose Baby aus Bethlehem ebenso der allmächtige Gott ist. Das sprengt völlig die Möglichkeiten unseres Verstandes.
Wenn ein Computerexperte eine ganz besondere Hardware entwirft, an wen wenden sich die Nutzer, wenn sie nicht mehr funktioniert? An denjenigen, der sie gebaut hat, ist derjenige, der weiss, wie sie zu reparieren ist. Nicht nur unsere menschlichen Körper, sondern die gesamte Schöpfung braucht Heilung. Wer soll es richten? Natürlich derjenige, der sie gemacht hat.

Jesus – der Erhalter der Schöpfung
Gott ist nicht ein abwesender Landbesitzer, der sich aus dem Staub gemacht hat, damit die Erde von ihren Bewohnern zerstört werden kann. Jesus ist vielmehr ein aktiver Gärtner, der durch seinen Geist die Erde und ihre Systeme und Geschöpfe erhält.
Das kurze Wort «für» aus Kolosser 1,16 hat noch eine andere wichtige Bedeutung. Fragen über den Sinn des Lebens haben Menschen schon immer beschäftigt. Wozu ist die Welt da? Wieso sind wir hier? Es ist kein Wunder, dass die Welt mit einer solchen Schönheit und Harmonie ausgestattet ist. Es ist ein Ausdruck der Liebe Gottes. Die Schöpfung widerspiegelt viel von Gottes Wesen und seiner Güte.
Die Antwort auf die Frage, weshalb wir Menschen hier auf der Erde sind, könnte lauten: Wir sind hier, um Gott in Jesus Christus anzubeten und in einer Beziehung zu ihm und zu seiner Schöpfung zu leben.

Jesus – der Erlöser der Schöpfung
Die Welt wurde gut geschaffen, wurde durch die Sünde verdorben, aber durch Jesus gibt es die Hoffnung auf Erlösung sowohl für die Menschen als auch für den Rest der Schöpfung. Jesus starb am Kreuz, um alle Beziehungen wiederherzustellen (Dreiecksbeziehung: Gott – Schöpfung – Menschen). Der auferstandene Jesus war weder ein Geist noch eine Illusion. Er war und ist körperlich wieder lebendig.

Reflexionsfrage:
Das Kreuz und die Auferstehung Jesu sind das Herzstück des christlichen Glaubens. Inwieweit geben sie uns Hoffnung – für uns selbst und für den Planeten?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 19.06.2025