Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - achter Teil - XIII

Radbild Niklaus von Flüe (Foto: Markus Zogg)

Wir werfen einen Blick ins Leben von Niklaus von der Flüe. In der Kategorie der „Heiligen“ hat er für die Schweiz die wichtigste Bedeutung. Er steht als Symbol für Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung. Ein Thema, das die ganze Welt umtreibt. Und auch in unserem Leben und in unseren Beziehungen nichts an Aktualität verloren hat.
Unter anderem wird folgende Literatur bei der Erarbeitung der „Impulse für den Glauben“ beigezogen:
- Die Sehnsucht nach dem «einig Wesen», Roland Gröbli, Rex-Verlag, Luzern
- Mystiker, Mittler, Mensch: 600 Jahre Niklaus von Flüe 1417-1487, Theologischer Verlag Zürich

Die innere Biografie beleuchtet die Wahrnehmung, Bewertung und Einordnung der verschiedenen Lebensereignisse- und Erlebnisse.

Das Radbild des Niklaus von Flüe (1487)

Das Meditationsbild ist zwischen 1460 und 1480 entstanden und in der Sachsler Kirche aufbewahrt. Es diente Bruder Klaus der Vertiefung seines Glaubensweges.

Die Strahlen bezeichnen eine Wechselwirkung zwischen Innen und Aussen. Gott steht in der Mitte von allem. Von Gott geht alles aus und zu Gott kehrt alles zurück. Das zeigen die sechs Strahlen zwischen dem inneren und dem äusseren Kreis an.

Was das heisst, wird in den äusseren sechs Medaillons gleichsam illustriert (auf dieser Skizze nicht zu sehen) – so nach der Aussage des Pilgers: «Ich fügte jeder Speiche des Rades ein Gleichnis bei, damit ich alles gut verstehen konnte.» Es finden sich Erkennungsmerkmale, denen die Werke der Barmherzigkeit zugeordnet werden können, die da sind: Zwei Krücken für die Krankenpflege, ein Pilgerstab und eine Tasche für das Beherbergen der Fremden, Brot Fisch und Weinkanne für das Speisen der Hungernden, eine Kette für das Besuchen der Gefangenen, ein Gewand für das Bekleiden der Nackten, ein Sarg für das Begraben der Toten.

Das Wirken Gottes in der Welt ist nicht ohne Wirkung geblieben, sondern bewirkt im Menschen die Teilhabe am Leben Gottes. Durch das Wahrnehmen der spürbaren, bei uns erzielten Wirkungen und durch eifriges Nachdenken können wir zur Erkenntnis der Wahrheit Gottes gelangen. Gott sieht alle Dinge und ihm ist nichts verborgen. Darum sah Er unser grosses Elend, das durch die Sünde in die Welt gekommen ist. Und da gewann die Barmherzigkeit die Oberhand.

Fragen zum Nachdenken:
- Welche Hilfestellungen habe ich für meinen Glauben, für mein Gebetsleben?
- Wie erlebe ich das Wirken Gottes in meinem Leben?
- Welches der Werke der Barmherzigkeit übe ich schon aus?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 03.04.2025