Impulse für den Glauben - achter Teil - VIII
Wir werfen einen Blick ins Leben von Niklaus von der Flüe. In der Kategorie der „Heiligen“ hat er für die Schweiz die wichtigste Bedeutung. Er steht als Symbol für Sehnsucht nach Frieden und Versöhnung. Ein Thema, das die ganze Welt umtreibt. Und auch in unserem Leben und in unseren Beziehungen nichts an Aktualität verloren hat.
Unter anderem wird folgende Literatur bei der Erarbeitung der „Impulse für den Glauben“ beigezogen:
- Die Sehnsucht nach dem «einig Wesen», Roland Gröbli, Rex-Verlag, Luzern
- Mystiker, Mittler, Mensch: 600 Jahre Niklaus von Flüe 1417-1487, Theologischer Verlag Zürich
Die innere Biografie von Niklaus von Flüe (6)
Die innere Biografie beleuchtet die Wahrnehmung, Bewertung und Einordnung der verschiedenen Lebensereignisse- und Erlebnisse.
Gemäss zuverlässigen Quellen besuchte im Jahr 1479 ein unbekannter «gelehrter Doktor» Bruder Klaus von Flüe und stellte ihm mindestens 7 Fragen.
Frage 3
Was ist das Höchste, was wir Menschen Gott geben sollen?
- Das, was er uns gegeben hat.
Was ist es denn, was Gott uns gegeben hat? Bruder Klaus wusste tief innen, wem er sein Leben zu verdanken hatte. Dazu gehörte seine Familie, seine Frau, seine Kinder, seine berufliche und politische Tätigkeit und nicht zuletzt auch sein Glaube an Gott, der ihn zu dem machte, was er letztlich geworden ist: ein Diener Gottes, ein Friedensstifter.
Gott hat das menschliche Leben auf dieser Erde ermöglicht. Es ist schlicht und einfach eine Sensation und ein Wunder. Gemäss dem renommierten Magazin National Geographic (www.nationalgeografic.de) sind es 6 Dinge, die das Leben auf Erden erst möglich machen.
1) Die Position unserer Erde ist weit von vielen Gefahren entfernt.
Das Sonnensystem liegt in einem sicheren Hafen. Es gibt relativ wenige Sterne in Sonnennähe, die das Leben auf der Erde ernsthaft bedrohen könnten.
2) Unsere Sonne ist ein stabiler und langlebiger Stern.
Massivere Sterne als die Sonne sind heisser und leben für gewöhnlich nicht lang genug, damit sich auf ihren Planeten Leben entwickeln kann. Weniger massive, jüngere Sterne sind oft instabil und versengen ihre Planeten mit Strahlungsausbrüchen.
3) Wir haben genau den richtigen Abstand zur Sonne.
Die Erde umkreist die Sonne in einer Zone, in welcher der Planet genug Energie erhält (Wasser etc.). Zu weit draussen wäre das wichtige Element Wasser nur als Eis vorhanden. Zu nah dran würde es rasant in die Atmosphäre verdunsten.
4) Wir haben die richtigen Voraussetzungen für einen dynamischen Kern.
Die Materien Gas und Staub, die zwischen den Sternen sind, enthalten genügend radioaktive Elemente, um den aufgewühlten Erdkern Milliarden Jahre lang anzutreiben. So entsteht ein Magnetfeld, das den Planeten vor Gefahren wie Sonnenstürmen schützt.
5) Unser Mond ist gross genug, um Schwankungen der Erdachse zu stabilisieren.
Die Erde ist in Relation zur Sonne geneigt und schwankt während der Umdrehungen. Die winzige Schwankung kann das Klima von heiss zu eiskalt umschwingen lassen. Ohne den Mond wäre der Unterschied wohl noch extremer.
6) Unsere Ozonschicht blockiert schädliche Strahlung.
Organismen im Meer geben Sauerstoff an die Atmosphäre ab und erzeugen in grosser Höhe eine Ozonschicht, die für Landlebewesen vor tödlicher Strahlung schützt.
Wir können Gott ehren, indem wir ihm konkret für diese Wunder der Natur, die er vollbracht hat, danken. Als Dank Gott gegenüber sollten wir zu unserem Planeten Sorge tragen und das Leben in Liebe schützen.
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.