Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - siebter Teil - VII

Blaise Pascal (Foto: Markus Zogg)

In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Timothy Keller:

„GLAUBEN WOZU?“ - Religion im Zeitalter der Skepsis.

Brunnen Verlag, Giessen
In Anlehnung an unser Buch folgt nun ein dreiteiliger Beitrag zu Blaise Pascal (1623-1662), dem französischen Mathematiker, Physiker, intellektuellen Schriftsteller, Erfinder und christlichen Philosophen.

Der erste Teil schildert "Ein Abriss seines Lebens", der zweite Teil "Sein Vermächtnis für den christlichen Glauben", und der dritte Teil seine logische Abfolge zur Verteidigung des Christlichen Glaubens.

Blaise Pascal - 3. Teil: Seine Wette

Nur wenige Jahre nach seiner Gotteserfahrung will Blaise Pascal Skeptiker vom Glauben überzeugen. Seine Kritiker argumentierten, dass es unmöglich sei erkennen zu können, ob es einen Gott gebe oder nicht. Somit sei es gewiss, dass es Gott gibt oder nicht gibt. Etwas dazwischen gebe es nicht. Es sei eine bessere «Wette», an Gott zu glauben, weil der erwartete Gewinn, der durch den Glauben an einen Gott erreicht werden könne, stets grösser sei als im Fall des Unglaubens. «Man muss wetten. Es ist nicht freiwillig. Ihr seid mit im Boot», sagte Pascal zu seinen Skeptikern. Sich neutral zu verhalten gehe nicht. Jeder müsse sich entscheiden, und es gehe nur noch darum, das zu wählen, was den grössten Vorteil bringen würde. Auch wer keine Entscheidung treffe, entscheide sich. Wo es keine Gewissheit gebe, genüge es, auf das Wahrscheinliche zu wetten, vielleicht sogar, wenn’s um Gott gehe. Das klingt so: «Wenn Ihr gewinnt, so gewinnt Ihr alles, und wenn Ihr verliert, so verliert Ihr nichts. Wettet also, ohne zu zögern.» Es ist wichtig zu beachten, dass seine Ausführungen keine Argumente sind für die Existenz Gottes, sondern für den Glauben an die Existenz Gottes. Aber was klar sei, dass man zwei Dinge zu verlieben habe: Die Wahrheit und das Glück, die Vernunft und den Willen, die Erkenntnis und die Seligkeit. Man soll bei der Frage um den Glauben an Gott den Gewinn und Verlust gut abwägen.

Blaise Pascal geht konkret nur von folgenden Möglichkeiten aus. Seine «Wette» lautet:

• Man glaubt an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man belohnt (Himmel – man hat gewonnen).
• Man glaubt an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man nichts (man verliert aber auch nichts)
• Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert nicht – in diesem Fall gewinnt man ebenfalls nichts (verliert aber auch nichts).
• Man glaubt nicht an Gott, und Gott existiert – in diesem Fall wird man bestraft (Hölle – man hat verloren).

Aus seiner Analyse der Möglichkeiten folgerte Blaise Pascal, dass es besser sei, bedingungslos an Gott zu glauben.

Fragen zum Nachdenken
- Glaube ich an „Himmel und Hölle“? Wenn ja, was sind Kriterien, um dahin oder dorthin zu gelangen?
- Was denke ich über die „Wette“ von Blaise Pascal? Welche Schlüsse ziehe ich daraus?
- Was hat mir die dreiteilige Ausgabe über Blaise Pascal gebracht? Habe ich etwas für meinen persönlichen Glauben gelernt?

Schreiben Sie mir Ihre Meinung und Erkenntnisse auf markus.zogg@ref-brunnen-schwyz.ch
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Markus Zogg, Sozialdiakon

Quelle: https://wikipedia.org/wiki/Blaise_Pascal (letztmals abgerufen am 31.8.2024)


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oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 26.09.2024