Markus Rosenfelder

Inspiriert älter werden - Mittwoch 4. September 2024 - Rückblick

IMG_20240904_200824 (Foto: Markus Zogg)

Eine Veranstaltungsreihe für Menschen, die sich weiterbilden wollen.
Das Thema «Die Champions League des Lebens – Warum Älterwerden das Beste ist, was uns passieren kann» versprach so einiges. Die Erwartungen wurden, denke ich, mehr als erfüllt.

Unser Gastredner - Dr. Markus Müller - schaffte es, mit Witz, Humor und auch Ernsthaftigkeit eine verheissungsvolle Zukunft fürs Alter aufzuzeigen, hinein in die Champions League, die Königsklasse.

Das Leben bietet so einiges an Schönem, aber auch Schwieriges. Dies richtig einzuordnen und damit sinnvoll umzugehen ist eben eine Kunst, die es zu erlernen gilt. So häufig fragen wir z.B. bei einer Begegnung mit einer anderen Person: «Wie geht es Dir?» Wie wäre es, wenn wir mal fragen würden: «Wie geht es eigentlich deinem inneren Menschen?» Es ist klar, da braucht es noch ein paar Anhaltspunkte mehr, um etwas vom Gegenüber zu erfahren. Aber ist es nicht so, dass unser Inneres (z.B. unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Herzensstimmung) entscheidend dafür ist, ob wir mit unseren Worten und Taten nach aussen hoffnungsvoll wirken oder doch eher «abgelöscht» oder gar deprimiert?

Diese drei Veranstaltungen im März, Juni und September haben gezeigt, dass wir mit diesem Angebot weitermachen sollten. Ein paar Gedankenanstösse aus den Vorträgen:

- «Altsein ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was Anfangen heisst.»
Martin Buber (jüdischer Religionsphilosoph, 1878-1965)

- «Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude als an der Zukunft hat.»
John Knittel (Schriftsteller, 1891-1970)

- «In der Langsamkeit liegt eine produktive Sperrigkeit des Alters, die dazu beiträgt, dass wir im Zeitalter der Beschleunigung nicht noch das letzte Mass des menschlichen verlieren.»
Eckart Hammer (Soziologe, Gerontologe, *1954)

- Die Umstände im Leben sind manchmal nicht zum Lachen. Dennoch sollte es uns gelingen, das Ganze von einer anderen Perspektive zu betrachten.

- Zum Beispiel könnte man jeden Tag vor den Spiegel stehen und die Mundwinkel nach oben ziehen. Schon dieser Anblick bringt einen zum Schmunzeln.

- Die Wissenschaft weiss: Beim Lachen werden mehr Muskeln aktiviert, als wenn ich ein grimmiges Gesicht mache.

- Und, wie heisst es so schön: Schmunzeln veredelt die Runzeln!

- Entsprechend kann mit Überzeugung behauptet werden: Lachen ist die kostengünstigste Variante, besser auszusehen. Auch im gehobenen Alter.

- Wer nach oben schaut, kann den Kopf nicht hängen lassen. Man nimmt dabei einen Perspektivenwechsel vor und atmet ein. Wenn man dann wieder nach unten schaut, muss man ausatmen und aufpassen, dass einem dabei im übertragenen Sinn nicht der Atem ausgeht.

- Wie geht es meinem «inneren Menschen»? Stehen Selbstanklage, Vorwürfe anderen gegenüber, Traurigkeit, Hass, Unversöhnlichkeit u.a. im Vordergrund? Oder ist mein Inneres erfüllt von Dankbarkeit, Nächstenliebe, Hoffnung, Trost, Frieden u.a.?

- Wie wäre es, wenn ich mit einem Danksagungs-Tagebuch beginnen würde? Worüber bin ich dankbar? Was habe ich Gutes erlebt?

Wie es mit dieser Veranstaltungsreihe weitergeht, erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt entweder auf dieser Homepage, oder auf den anderen Informationskanälen wie Kirchenbote, Gemeindebrief, Chilä-Chat oder im Bote der Urschweiz.

Markus Zogg, Sozialdiakon
Bereitgestellt: 10.09.2024