Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - sechster Teil - VI

Buchcover Jubelt voller Freude (Foto: Markus Zogg)

In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Bill und Brenda Johnson:

„JUBELT VOLLER FREUDE“ - Drei Schlüssel, um die Fülle der himmlischen Freude zu erleben.

Grain-Press Verlag GmbH, Vailhingen/Enz
1. Schlüssel: „Dank“ (5)

Philipper 4,8: „Richtet eure Gedanken ganz auf die Dinge, die wahr und achtenswert, gerecht, rein und unanstössig sind und allgemeine Zustimmung verdienen; beschäftigt euch mit dem, was vorbildlich ist und zu Recht gelobt wird.“

Das sind wunderbare Worte aus der Bibel, die nur so von Weisheit sprudeln. Die Verse vorher geben die Richtung an, in die wir uns hinbewegen sollten. Freude, Gebet, Flehen und Danksagung sind Herzenshaltungen, die uns dabei helfen, die Schlacht um unsere Gedanken zu gewinnen.

Es ist wichtig, dass wir beten und unsere Nöte, Ängste und Herausforderungen vor Gott bringen, solange, bis die Angst und die Sorgen verschwunden sind. Eine gute Unterstützung dabei ist, wenn wir unsere Herzen mit dem füllen, was Gott in seinem Wort über uns und damit zu uns sagt. Diese guten Worte erfüllen uns mit Dankbarkeit, was dazu führen kann, dass unsere Wahrnehmung der irdischen Realität verändert wird und wir die himmlische Realität in den Blick bekommen. Es reicht nicht, dass wir im Kopf wissen, dass Gott grösser als unsere Realität ist. Seine Gegenwart muss in unserem Leben wahrnehmbar und erfahrbar sein. Seine Welt soll unsere Welt durchdringen. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen und unsere Gedanken auf Gott gewollte Dinge ausrichten, wie es in Philipper 4,8 heisst. Wir müssen die Erwartung aufrechterhalten, dass Gott unser Leben bestimmt. Viel schneller als uns lieb ist, lassen wir uns nämlich von anderen „Mächten“ dominieren, die unserem Leben nicht guttun: Rechthaberei, Egoismus, Stolz, Misstrauen, Leichtgläubigkeit, Reichtum, Ängste etc. Wenn wir Dinge tun, die achtenswert, gerecht, rein und vorbildlich sind, führen diese in uns und unserem Umfeld zu Dankbarkeit. Leider ist es möglich, dieses Gefühl des Staunens und der Dankbarkeit für Wunder zu verlieren. Wir stehen in derselben Gefahr wie das Volk Israel, das während der gesamten Wüstenwanderung Wunder über Wunder erlebt hatte, aber eine Gleichgültigkeit dem Wirken Gottes gegenüber entwickelte. Wenn wir von Wundern nicht mehr beeindruckt werden, haben wir aufgehört, dankbar für Dinge zu sein, die Gott tut. Schnell kann sich Bitterkeit, Unglauben und Härte gegenüber Gott in unserem Herzen ausbreiten. Denn wir Menschen erwarten von Gott so einiges: Er soll Kriege beenden, Beziehungen wiederherstellen, Krankheiten heilen, für einen Arbeitsplatz sorgen. Aber Gott ist kein Wunschautomat. In erster Linie ist Gott an unserer Beziehung zu ihm interessiert. Daraus kann dann Wunderbares entstehen.

Fragen zum Nachdenken:
- Was sind die dominierenden Themen in meinen Gedanken? Sind diese eher negativ oder positiv, lebensbejahend oder destruktiv?
- Welche Wunder habe ich erlebt, die ich auf Gott zurückführe und ihm dafür danken möchte?
- Für welche Dinge habe ich gebetet und es ist aus meiner Sicht nichts passiert? Habe ich womöglich zu früh aufgegeben oder hat Gott eventuell auf einem anderen Weg geantwortet, wo ich es nicht erwartet hätte?


Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.


Bereitgestellt: 06.06.2024