Impulse für den Glauben - sechster Teil - V
In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Bill und Brenda Johnson:
„JUBELT VOLLER FREUDE“ - Drei Schlüssel, um die Fülle der himmlischen Freude zu erleben.
Grain-Press Verlag GmbH, Vailhingen/Enz
1. Schlüssel: „Dank“ (4)
Es ist gut, wenn wir uns regelmässig daran erinnern, wer Gott ist, was er für uns in der Vergangenheit getan hat und was er im Moment gerade in und um uns herum wirkt. Wir dürfen uns nicht auf ein Leben im Möglichen beschränken, sondern wir sollten an das menschlich Unmögliche bei Gott glauben. Gottes Wirkungsradius ist unbegrenzt. Es geht darum, dass wir erkennen, wo und wie Gott handelt. Gott lässt unsere Gebete nicht unerhört. Häufig sind es wir, die mit unserem eingeschränkten Blick Gottes Handeln und Wirken nicht sehen können oder wollen. Häufig ist es auch so, dass unsere Fragen, die wir an Gott haben, auf einem anderen Weg beantwortet werden. Gott lässt sich nicht in ein Schema pressen. Wenn wir Gott vertrauen und tief in uns wissen, dass Gott es eigentlich gut mit uns meint, ist die Wahrscheinlich weniger gross, dass wir beginnen an Gott zu zweifeln. In Psalm 78,7 steht: „Sie alle sollen auf Gott ihr Vertrauen setzen und seine Machttaten nicht vergessen.“ Behalten wir Gott im Zentrum unseres Denkens, damit unsere Zuversicht nicht zu bröckeln beginnt und sich Angst in uns ausbreitet. Bewahren wir unsere Herzen und kultivieren darin die Dankbarkeit.
In der Bibel können wir lesen, dass die Israeliten immer wieder die Güte Gottes aus den Augen verloren haben. Die Folge davon war, dass sie Angst bekamen und ihr Vertrauen in etwas anderes setzten. Es kam „knüppeldick“: Gott erlaubte es, dass seine Güte aus ihrer Mitte abgezogen wurde. Sie waren nun nicht länger die Empfänger seiner Stärke und hatten keinen Zugang mehr zu seiner Herrlichkeit.
Wenn wir in der Gegenwart Gottes bleiben, erkennen wir nicht nur Gottes uneingeschränkte Fähigkeit, das Unmögliche zu durchdringen, sondern wir spüren auch seine radikale Liebe und Freude, die er an uns hat. Wenn wir beginnen Gott zu danken, obwohl uns nicht immer danach zumute ist, merken wir, wie sich unser Fokus auf das Gute im Leben richtet und eine Tür aufgeht für die Freude Gottes, die er in unsere Seele hineinlegen möchte. Das ist eine Glücksstufe im Leben, die wir erreichen können, wenn wir Dankbarkeit als Lebensstil praktizieren und dies in Beziehung bringen mit Gott, dem Schöpfer.
Fragen zum Nachdenken:
- Wo in meinem Leben erkenne ich die Güte Gottes?
- In was, wenn nicht in Gott, setze ich mein Vertrauen?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.