Impulse für den Glauben - sechster Teil - III
In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Bill und Brenda Johnson:
„JUBELT VOLLER FREUDE“ - Drei Schlüssel, um die Fülle der himmlischen Freude zu erleben.
Grain-Press Verlag GmbH, Vailhingen/Enz
1. Schlüssel: „Dank“ (2)
Wenn wir unseren Dank vor Gott zurückhalten, schneiden wir uns in Wirklichkeit von unserer eigenen Identität ab. Es sind fünf Säulen, die unsere Identität formen:
- Unser Körper mit all seinen Funktionen, der Psyche, Gefühle und Emotionen, dem Verlangen, den Glaubenssätzen, Wünschen und Träumen
- Unser soziales Netzwerk, die Freunde, die Familie, das Umfeld
- Unsere Arbeit und Leistung, die auch alle Tätigkeiten beinhalten, die wir im Alltag ausführen
- Unsere materielle Sicherheit, das Einkommen, die Grundsicherungen, der Besitz, die Nahrung, Kleidung, die Weiterbildungsmöglichkeiten etc.
- Unsere Werte, die von Religion, Moral, Ethik, Integrität und Traditionen geprägt werden
Weder Materielles noch menschliche Beziehungen können uns aber letztlich das geben, nach was wir uns Menschen wirklich sehnen. Irdische Bedürfnisse wie Nahrung, Arbeit, Freundschaften, Freizeitaktivitäten usw. sind zwar Bestandteil unseres Lebens, wir können Sie aber auch haben, ohne diese auf Gott zurückzuführen. Wenn es um die Frage nach unserem wahren Wert, unserer Herkunft oder unserer Bestimmung geht, greift alles Irdische jedoch zu kurz. Unser Weitblick sollte nicht nur bis zum Tod reichen. Das Leben mit seinen vielleicht 80, 90 oder 100 Jahren ist viel zu kurz und macht so letztlich irgendwie auch keinen wirklichen Sinn. Den Sinn unserer Existenz finden wir allein bei Gott, weil Gott die Quelle des Lebens ist. Wir können Gott erkennen. Er ist zugänglich. Vielleicht wenden Sie hier: Wir können doch Gott nicht sehen? Ja, das stimmt. So wie unsere Seele ist auch Gott unsichtbar. Unsere Seele wirkt auf unseren Körper. Wenn wir traurig sind, weinen wir. Wenn wir uns freuen, lachen wir. Und wenn Gott auf Menschen wirkt, und wir das glauben, können wir ihn erkennen und es zulassen, dass Gott auch in unsere Geschichte hineinwirkt. Dadurch werden wir neu ausgerichtet. Unser Blick auf das Leben, die Gegenwart und Zukunft verändert sich und gleicht sich immer mehr der Sichtweise Gottes an. Das geschieht, wenn wir Gottes Heil in unser Leben aufnehmen. Auf Hebräisch heisst Heil „yesha“. Es bedeutet Rettung und Sicherheit, aber auch Befreiung, Wohlstand und Sieg. Mit Gott stehen wir im Leben auf der sicheren Seite. Wohlstand meint nicht, dass wir in materieller Hinsicht reich werden. Wohlstand ist zuerst einmal ein positiver Zustand. Es ist ein Wohlergehen. Wenn wir mit Dankbarkeit vor Gott kommen, haben wir Zugang zu Gottes Gegenwart und seinem Schutz. Wir erhalten Anteil an seinem Sieg. Das sollte Dankbarkeit in uns hervorrufen.
Fragen zum Nachdenken:
- Wo finde ich den Sinn meiner Existenz?
- Habe ich Heil („yesha“) gefunden in Gott?
- Wie zeigt sich das in meinem Leben?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.