Stationenweg zum Gründonnerstag 2024 - Rückblick
Am Donnerstag, 28. März haben sich über 40 Personen im Acherhof Schwyz getroffen, um sich auf den Weg Richtung Ostern zu machen.
Bei der Begrüssung ging es um die Frage, woher der Name Gründonnerstag kommt. Ist das Wort abgeleitet vom Mittelhochdeutschen „grinen“, was mit Weinen übersetzt werden könnte? Am ersten Karfreitag wurde bestimmt viel geweint. Oder hat es eher mit den Büssern zu tun, die im Mittelalter die „Grünen“ genannt wurden? Sie wurden nach der Fastenzeit wieder in die kirchliche Gemeinschaft übernommen. Oder ist es zurückzuführen auf den Brauch, in der Karwoche grünes Gemüse und grüne Frühlingskräuter zu essen? Auch heute noch kommt in vielen christlichen Familien am Gründonnerstag Spinat auf den Tisch. Fazit: Die Herkunft des Namens „Gründonnerstag“ ist bis heute nicht gänzlich geklärt.
Jedoch klar ist, wie unser Programm am 28. März weiterging. In Gruppen spazierten wir von Posten zu Posten, wo uns die Konfirmanden in die Ostergeschichte hineinnahmen. Einmal mussten wir ein eigenes Gebet aufschreiben (Jesus betete viel). Ein anderes Mal ging es um Judas. Wie muss er sich wohl gefühlt haben, als er merkte, dass er der Verräter war? Bei einem anderen Posten verwöhnten uns zwei Konfirmandinnen mit ruhiger Instrumentalmusik (Cello und Gitarre). Beim Posten „Fusswaschung“ hörten wir gespannt, wie Jesus sich seinen Jüngern annahm und ihnen die Füsse wusch. In unserer Gesamtgruppe gab es ein paar „Hartgesottene“, die sich getrauten, ins kalte Brunnenwasser zu steigen.
Danach wurden wir eingeladen, in der eleganten Cafeteria an den schön gedeckten Tischen Platz zu nehmen. Feiner Gemüserisotto wurde serviert, und oben drauf waren Ruccola-Salat-Blätter (stammt der „Gründonnerstag“ jetzt doch von der Tradition ab, grünes Gemüse zu essen?). Ebenfalls auf den Tisch standen edle Gläser gefüllt mit Traubensaft für das Tischabendmahl.
Es war ein rundum gelungener Anlass. Vielen Dank an Susanne Mühlebach, Alexander Lücke und die Konfirmanden für die Organisation und Durchführung!
Markus Zogg, Sozialdiakon