Impulse für den Glauben - fünfter Teil - XVI
In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Peter Zimmerling:
„HIRTE, MEISTER, FREUND“ - Überrascht von der Seelsorge Jesu.
Brunnen Verlag GmbH, Giessen
Peter Zimmerling (1958) ist ein deutscher evangelischer Theologe. Er arbeitet als Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge an der Universität Leipzig. Er ist Domherr zu Meissen und Autor zahlreicher Bücher.
Fazit zu „Überrascht von der Seelsorge Jesu“
Was wir heute von der Seelsorge Jesu lernen können:
1. Lasst uns die biblischen Texte regelmässig meditieren und mit ihnen leben. Für den Reformator Martin Luther waren es neben den Psalmen insbesondere folgende Bibelverse:
2. Korintherbrief 12,9 / 1. Petrusbrief 5,7 / Johannes-Evangelium 16,33 / Römerbrief 14,8
2. Es ist wichtig, die Seelsorge Jesu an sich selbst zu erfahren.
3. Jesus verstand sich als Seelsorger, der für die Menschen ein Wegbegleiter und nicht ein Wegweiser war. Er half den Menschen auf dem Weg zur Lösung ihrer Probleme.
4. Jesus konfrontierte die Menschen mit ihrem falschen Tun und forderte sie heraus, umzukehren und ihr Verhalten zu ändern.
5. Für Jesus ist es wichtig, den Menschen zu helfen, sich der eigenen Wahrheit zu stellen. Der Nobelpreisträger Thomas S. Eliot prägte den Satz: „Der Mensch verträgt nur wenig Wirklichkeit.“
6. Jesus hat allen geholfen, die zu ihm kamen. Auch heute gilt: Wer ihn um Hilfe bittet, erhält göttliche Unterstützung.
7. Die Seelsorge Jesu ist sowohl auf das Wohl des Einzelnen ausgerichtet als auch gleichzeitig auf die Gesellschaft insgesamt bezogen. Die Familie als kleinste Gemeinschaftsform
in einer Gesellschaft ist stark davon betroffen, wenn es dem Einzelnen schlecht geht.
8. Es geht um den ganzen Menschen als Einheit von Leib, Seele und Geist.
9. Jesus ist mit den Menschen neue Wege zu Gott gegangen, die wir heute wieder mehr pflegen sollten (Segnen, Salben, Handauflegen, persönliches).
10. Die Seelsorge Jesu erfolgte im Raum des Glaubens und nicht des Schauens. Sie ist für alle Menschen offen.
Fragen zum Nachdenken:
- Welche Bibeltexte möchte ich in nächster Zeit genauer unter die «Lupe» nehmen und verinnerlichen?
- Habe ich die Seelsorge Jesu in meinem Leben selbst erfahren?
- Was ist mein Verständnis von «Wahrheit»?
- Mit welcher Aussage bin ich nicht einverstanden? Weshalb?
- Welche Aussage spricht mich am meisten an? Weshalb?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.