In unserer neuen Serie „Impulse für den Glauben“ besprechen wir das Buch von Peter Zimmerling:
„HIRTE, MEISTER, FREUND“ - Überrascht von der Seelsorge Jesu.
Brunnen Verlag GmbH, Giessen
Peter Zimmerling (1958) ist ein deutscher evangelischer Theologe. Er arbeitet als Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge an der Universität Leipzig. Er ist Domherr zu Meissen und Autor zahlreicher Bücher.
Bilder und Titel für Jesus als Seelsorger
Jesus vergleicht sich selber mit einem „Guten Hirten“, einer „fürsorglichen Henne“ und einem „liebenden Vater“. Ihm werden Titel wie „Meister“, „Heiland“ oder „Freund“ zugeteilt.
Das Bild der Henne
Es ist nicht selbstverständlich, dass Menschen die Einladung zum Glauben an Jesus annehmen. Gott respektiert die Freiheit der Menschen. Das Bild der „Henne“ kann bevormundend und einengend wirken. Vielleicht erhält es deshalb nicht die gebührende Wertschätzung. Oder es ist zu mütterlich behaftet und Gott als Vater gerät zu stark in den Hintergrund. Es war Georg Friedrich Händel, der im „Messias“ das Bild aufgenommen und meisterhaft vertont hat. Die Melodie lässt den Schmerz Jesu über seine vergebliche Seelsorge mitfühlen und prägt sich in der Seele ein. Indem der Sohn Gottes Mensch wird, kommt er uns nahe und wird einer von uns. Das Bild von der „Henne“ offenbart eine grosse Innigkeit, das tiefe Verlangen von Jesus nach Gemeinschaft mit uns Menschen. Es ist diese Liebe, die der Grund dafür ist, wieso Menschen in seine Nachfolge gerufen werden und er sie auf ihrem Lebensweg beschützen und begleiten will.
Fragen zum Nachdenken:
- Wie empfinde ich meinen Glauben? Eher als einengend oder befreiend?
- Was ist es, was mich so einengt? Was wirkt befreiend?
- Welches Vaterbild habe ich? Inwiefern hat es einen Zusammenhang mit Erfahrungen aus meiner Kindheit und Jugendzeit?
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.