Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - dritter Teil - XVII

Buch Hoffnung in Zeiten der Angst (Foto: Markus Zogg)

Als Grundlage dient das Buch von Timothy Keller:
«HOFFNUNG IN ZEITEN DER ANGST: Wie die Auferstehung die Welt verändert»
Hoffnung für Beziehungen

„Im Tod und in der Auferstehung Jesu liegen für Christen alle Ressourcen zur Transformation aller sozialen Beziehungen.“ Das ist eine sehr mutige Aussage des Autors Timothy Keller. Im Brief des Apostels Paulus an die Galater geht es um die Problematik zwischen Juden- und Heidenchristen. Das gemeinsame Abendmahl war ein Zeichen von Freundschaft und Gleichberechtigung, das die ethnische Identität in den Hintergrund rückt. Es ist die Vision Gottes der neuen Welt. Ethnische und kulturelle Unterschiede gehören zu Gottes guter Schöpfung. Gott bejaht die Unterschiede, möchte sie aber von aller Schwäche und allem Verfall befreien. Veränderung ist möglich, mit der Hilfe von Gott. Die aktuellen Konflikte auf der Welt sind jedoch Zeugen von der menschlichen Unfähigkeit, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Ohne Gott durch die Welt zu gehen, führt unweigerlich zu Problemen. Es war das grosse Risiko, welches Gott eingegangen ist, als er uns Menschen den freien Willen gegeben hatte. Seine unendliche Liebe zu uns Menschen hat es ihm nicht erlaubt, dass er uns als Marionetten gehalten hätte.
Im Buch Offenbarung 7,9 lesen wir, dass das Volk Gottes auch in der neuen Welt keine Monokultur sein wird, sondern „aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen“ kommen wird. Es wird also auch dort Unterschiede geben. Jedoch wird die Einheit grösser sein und die Menschheit schöner und herrlicher machen. Das fehlt hier auf dieser Welt.
Als Christen haben wir unsere Identität in Gott. Das heisst, wir müssen nicht um Anerkennung kämpfen. Diese erhalten wir von Gott. Die neue Identität führt zu einer tiefen Verbundenheit mit Christen aus anderen Ethnien und Kulturen. Dieses gewaltige Potenzial für die Verständigung, Heilung, Versöhnung und Einheit wird viel zu wenig genutzt. Das ist die Herausforderung der Kirche.
Welchen Beitrag kann ich leisten zu mehr Verständigung, Heilung, Versöhnung und Einheit?

Impulse für den Glauben - dritter Teil - XVII

Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.

Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 24.08.2023