Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - dritter Teil - XIV

Buch Hoffnung in Zeiten der Angst (Foto: Markus Zogg)

Als Grundlage dient das Buch von Timothy Keller:
«HOFFNUNG IN ZEITEN DER ANGST: Wie die Auferstehung die Welt verändert»
Thomas begegnet Jesus

Ebenfalls in Johannes 20 lesen wir am Ende des Kapitels von der tiefgreifenden Begegnung zwischen Jesus und seinem Jünger Thomas. Jesus fand prägnante Worte: „Glücklich zu nennen sind die, die nicht sehen und trotzdem glauben.“ Thomas ist der berühmteste Zweifler der Antike. Man könnte ihn mit den heutigen säkularen Skeptikern von heute vergleichen. Viele Menschen heute können aufgrund ihres Charakters, teils aus Vernunftgründen nur glauben, was sie mit eigenen Augen sehen. Es sind dies die physische Realität und die harten Fakten, die zählen.
Doch der grösste Zweifler, Thomas, verwandelt sich in den grössten Bekenner. Die Veränderung geschieht in zwei Etappen.
  • Er nimmt das Zeugnis der anderen zur Kenntnis. Er hört sich an, was Augenzeugen zu sagen haben.
  • Er hatte die Erkenntnis, dass Jesus nicht nur ganz allgemein vom Tod auferstanden war, sondern für ihn.

Das Bekenntnis von Thomas war: „Mein Herr und mein Gott!“ Was für ein Ausdruck von Glaube! Die ganze Kraft der Auferstehung Jesu entfaltet sich erst so richtig in unserem Herzen, wenn wir sie nicht bloss als Demonstration der Macht Gottes sehen, sondern als Höhepunkt der Geschichte unserer Erlösung, als die endgültige Niederlage unserer beiden grössten Feinde – der Sünde und des Todes. Das hatte Thomas erfahren, ohne eine Sonderbehandlung zu bekommen. Wie einst Thomas, so können wir auch uns die Augen aufgehen und wir merken, dass er ja die ganze Zeit neben uns hergegangen ist.

Impulse für den Glauben - dritter Teil - XIV

Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.

Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 03.08.2023