Männer, die keiner ausgesucht hätte – Frauen, die keiner wollte
Von Beginn weg finden wir in der Bibel einen Gott, der die Werte der Welt umdreht. Nicht Schönheit, Fruchtbarkeit und Erstgeburt waren entscheidend. Gott suchte sich andere Leute aus, um seine Geschichte zu schreiben. Abel und nicht Kain, Isaak und nicht Ismael, Jakob und nicht Esau, Mose und nicht Aaron, David und nicht seine älteren Brüder. Es waren alles Männer mit Fehlern und Schwächen. Dass Gott gerade solche Leute aussucht, ist kein Zufall. Er möchte uns damit sagen, dass selbst aus den hoffnungslosesten Fällen etwas zu machen ist.
Im 21. Jahrhundert stehen bei vielen Frauen immer noch Schönheit, Glanz und Gloria im Vordergrund. Frauen, die dies verkörpern, können erfolgreich sein und Macht haben. Auch hier stellt Gott die Dinge auf den Kopf. Gott schrieb seine Geschichte mit der verbrauchten Sara und nicht mit der jungen Hagar, durch die unscheinbare Lea und nicht die schöne Rahel, durch Hanna und die Mutter Simsons, beides unfruchtbare Frauen. Gott wirkte durch Tamar, die Verführerin, durch Rahab, die Prostituierte, durch Ruth, die Heidin. Sie alle waren nach den sozialen Normen ihrer Zeit lauter Aussenseiterinnen.
Es ist eine besondere Spezialität Gottes, dass er sich Menschen und Gruppen zuwendet, die nicht zu den Grossen und Mächtigen dieser Welt gehören. Es ist kennzeichnend: Der Weg nach oben führt zuerst nach und unten und der Weg zur Kraft zuerst durch Schwäche. Gott hat einen Plan und geht mit uns, inmitten unseres Leidens, unserer Zerbrechlichkeit und Hilflosigkeit.
Impulse für den Glauben - dritter Teil - X
Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.
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oder Sozialdiakon Markus Zogg.