Herrlichkeit für die Evang.-ref. Kirchgemeinde Brunnen-Schwyz
Im ersten Petrusbrief 2,5 lesen wir: «Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus (die Kirchgemeinde) einfügen, das von Gott erbaut wird und von seinem Geist erfüllt ist.»
Gott baut die einzelnen Christen als lebendige Steine zu einer Gemeinschaft zusammen, deren Mitte die Gegenwart Christi ist. Das Kommen der Herrlichkeit Gottes führt nicht nur zu radikal verwandelten Individuen, sondern zu einer ganz neuen Art von Gemeinschaft – der Kirche.
Die christliche Kirche zur Zeit des römischen Reiches war nicht einfach eine Ansammlung von Einzelnen, sondern eine Alternativ-Gesellschaft. Es war wie eine Gegenkultur, an der die Welt sehen konnte, wie z.B. Geschäftspraktiken, Beziehungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, der Umgang in der Familie und alles andere im Leben aussehen können. Dieses «himmlische Gemeinwesen auf Erden» war zwar immer unvollständig und noch im Bau. Aber manchmal leuchtete ein Stück Herrlichkeit auf. Die christliche Kirche hat unter anderem den Auftrag, auf Fragen, die die Menschen beschäftigen, Antworten zu geben. Wo kann man Sinn finden? Wo gibt es ein tragfähiges Fundament für moralische Werte und Gerechtigkeit? Wie bekommt man eine stabile Identität? Wie geht man mit dem schlechten Gewissen um, das einfach nicht weggehen möchte? Genau so wichtig ist, dass die christliche Kirche durch die Gegenwart Christi geprägt ist. Sie soll wie ein Leuchtturm der Schönheit menschlicher Gemeinschaft sichtbar sein. Und sie soll um die Herrlichkeit und Liebe Christi kreisen und nicht um die eigene Ehre und Kraft.
So kann die christliche Kirche etwas von den «Kräften der kommenden Welt» (Hebräer 6,5) zeigen. Wenn Gottes Herrlichkeit dann die ganze Erde erfüllt, werden vollkommener Friede, Harmonie und Gerechtigkeit herrschen.
Impulse für den Glauben - dritter Teil - VIII
Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.