Eine herrliche Hoffnung
In dem Augenblick, wo Jesus starb, zerriss vor dem Allerheiligsten im Tempel der Vorhang von oben nach unten. Es war, als ob zwei gewaltige Hände ihn gepackt hätten. Mit der Auferstehung Christi brachte Gott den Himmel hinab auf die Erde und ersetzte alle bisherigen Bemühungen der Menschen, Gott im Tempel zu begegnen. Für die Kirche hat dieses Ereignis enorme Auswirkungen. Christen sind nicht in erster Linie nette Menschen, die an bestimmte Glaubensartikel und Werte glauben. Es geht vielmehr um eine radikale Erneuerung und Umorientierung des Herzens und des Lebens. Wer an Christus glaubt, bei dem wohnt jetzt Gottes Gegenwart in ihm. Wir haben durch das Gebet den direkten Zugang zu Gott. Wonach Mose sich nur sehnen konnte – Gottes Herrlichkeit und Angesicht zu sehen (2. Mose 33,18) -, ist unser tägliches Vorrecht (Johannes 1,14). Weil Jesus der Tempel ist, gehören auch wir als «lebendige Steine» zu diesem Tempel dazu (1. Petrus 2,4-10).
Wir Menschen sind für diese Gemeinschaft mit Gott erschaffen worden wie die Fische zum Schwimmen im Wasser. Unsere grösste Erfüllung ist eigentlich Gottes liebevolle Gegenwart. Wir sind mit einer Sehnsucht nach Liebe und Schönheit erschaffen und wir haben diese Sehnsucht nach wie vor. Aber ohne Gott finden wir nur kümmerlichen Ersatz, der unsere Herzen nicht wirklich befriedigt. Vor dem Hintergrund dieses alttestamentlichen Befundes sind die Bilder, die das Neue Testament beschreibt, erstaunlich. Im 2. Korintherbrief erklärt der Apostel Paulus
- Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
- Indem wir das Ebenbild des Herrn anschauen, wird unser ganzes Wesen so umgestaltet, dass wir ihm immer ähnlicher werden.
- Diese Umgestaltung ist das Werk des Herrn.
- Derselbe Gott, der gesagt hat: «Aus der Finsternis soll Licht hervorstrahlen!», der hat es auch in unserem Herzen hell werden lassen.
- So können wir in der Person von Jesus Christus den vollen Glanz von Gottes Herrlichkeit erkennen.
Das sind gute Nachrichten für unsere Zeit.
Impulse für den Glauben - dritter Teil - VII
Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.