Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - dritter Teil - VI

Buch Hoffnung in Zeiten der Angst (Foto: Markus Zogg)

Als Grundlage dient das Buch von Timothy Keller:
«HOFFNUNG IN ZEITEN DER ANGST: Wie die Auferstehung die Welt verändert»
Die Geschichte der Herrlichkeit Gottes

Die Auferstehung holt nicht nur die Zukunft in die Gegenwart hinein, sondern auch den Himmel auf die Erde. Sie bringt den Menschen wieder in Gemeinschaft mit Gott. Dies ist einer der wichtigsten roten Fäden, die sich durch die ganze Bibel ziehen. Wenn wir ihm nachgehen, sehen wir, wie alle Bücher der Bibel zusammen eine einzige, in sich schlüssige Geschichte ergeben.

Die Bibel beginnt im Garten Eden, den Gott als Ort der Gemeinschaft mit den Menschen erschuf. Doch das Auflehnen gegen Gott trennte die Menschen von Gottes Gegenwart. Am Berg Sinai zeigte sich Gott dann den Israeliten mit Blitz, Donner, Feuer und dichtem Rauch. Gott wies Mose an, ein Heiligtum zu erstellen, ein «Zelt der Begegnung» (die Stiftshütte). Dieses mobile Bundeszelt war eine erste Wiederherstellung der Wohnung Gottes auf der Erde. Gott zeigte den Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung den Weg, bei Nacht in einer Lichtsäule, bei Tag in einer Wolkensäule. Das Angesicht Gottes blieb aber unsichtbar. In Buch 2. Mose 33,18 spricht Gott zu Mose: «Mein Gesicht darfst du nicht sehen, denn niemand, der mir ins Gesicht sieht, bleibt am Leben.» Gott zeigte sich seinem Volk mannigfaltig. Durch die Zehn Gebote versuchte Gott den Menschen zu zeigen, dass kein Mensch fähig ist, diesen Gehorsam und diese Heiligkeit zu leben. Später traten Könige und Propheten auf die Bühne der Weltgeschichte. König David hatte im Sinn, aus dem Zelt-Heiligtum ein permanentes Gebäude, den Tempel, zu machen. Doch ein Prophet kam zu ihm und teilte ihm mit, dass einer seiner Nachkommen ein «Haus» bauen würde, in welchem Gott und sein Volk endlich für immer zusammenwohnen würden (2. Samuel 7,1-16). Es wurde immer klarer, dass die einzige Möglichkeit, Gemeinschaft mit Gott zu haben und seine Stimme zu hören, darin bestand, dass jemand das Auflehnen der Menschen gegenüber Gott (die Sünden) sühnte. Diesen roten Faden der Prophetien nimmt das Neue Testament auf. So heisst es im Johannesevangelium, dass Jesus Christus Mensch wurde und unter uns «zeltete», in bewusster Anknüpfung an das Zelt des Bundes, die Stiftshütte (Johannes 1,14). Später in Kapitel 2 spricht Jesus zu seinen Jüngern: «Reisst diesen Tempel ab, und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufbauen…» Damit meint Jesus seinen Auferstehungsleib, den wahren Tempel.

Impulse für den Glauben - dritter Teil - VI

Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.

Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 01.06.2023