Markus Rosenfelder

Impulse für den Glauben - dritter Teil - II

Buch Hoffnung in Zeiten der Angst (Foto: Markus Zogg)

Als Grundlage dient das Buch von Timothy Keller:
«HOFFNUNG IN ZEITEN DER ANGST: Wie die Auferstehung die Welt verändert»
Eine gewisse Hoffnung

Das Herz des christlichen Glaubens ist das Evangelium. Der Apostel Paulus nennt es im Römerbrief 1,16: «… die Kraft Gottes, die jedem, der glaubt, Rettung bringt». Das Evangelium bringt unendliche Reichtümer und Tiefen, wie wir im Galater- und im Römerbrief lesen können. Der christliche Glaube beginnt nicht mit dem Satz: «So und so musst du leben», sondern: «Das ist das, was Jesus ganz real für dich getan hat.» Und was hat er getan? Erstens ist er für meine Sünden gestorben und begraben worden. Und zweitens wurde er am dritten Tag von den Toten auferweckt und erschien zahlreichen Augenzeugen.
Im frühen 19. Jahrhundert gab es eine theologische Bewegung, die versuchte, den christlichen Glauben von seinen übernatürlichen Elementen zu reinigen, um ihn mit dem modernen Lebensgefühl und Denken besser vereinbar zu machen. Der Grundgedanke dieser Bewegung lautete ungefähr so: «Es gibt im Christentum viel Glauben an Übernatürliches und an Wunder. Moderne Menschen können nicht mehr glauben, dass diese Dinge wirklich passiert sind. Wir müssen sie als Erzählungen, als Mythen, interpretieren.» Das Osterereignis sei nur noch eine «grosse Idee». Und der historische Jesus sei bloss ein Mensch, der für Gerechtigkeit und Liebe eingetreten sei. Das liberale Christentum sagt uns, dass es nicht so wichtig ist, ob die Auferstehung Jesu wirklich passiert ist. Worauf es ankommt, ist, dass Christen gute, anständige Menschen sind, die die anderen lieben und die Welt zu einem besseren Ort machen. Dadurch wird der Glaube als unhistorisch abgetan, der nicht in dem gründet, was Gott in der Geschichte getan hat, sondern nur in dem, was wir tun und wie wir leben. Dieses liberale Christentum, dessen Botschaft eine allgemeine Ethik der liebe und der Hoffnung ist, hätte nie und nimmer die römische Welt auf den Kopf stellen können. Der Apostel Paulus schreibt im 1. Brief an die Christen in Korinth in 15,14: «Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist es sinnlos (ohne Kraft), dass wir das Evangelium verkünden.»

Impulse für den Glauben - dritter Teil - II

Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.

Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.
Bereitgestellt: 04.05.2023