Der Glaube an die Auferstehung
Was genau bedeutet dieser Glaube und wie bekommen wir ihn? Timothy Keller schreibt dazu: «Der erste Schritt besteht darin, dass wir davon ausgehen, dass die Auferstehung Jesu eine historische Tatsache ist. Als blosses Symbol taugt sie wenig… Die Auferstehung ist nicht ein Zaubertrick, sondern eine Invasion…» Diese Invasion krempelt das Leben der Christen total um. Es ist das Kreuz und die Auferstehung, die zusammen die neue Schöpfung in unsere Gegenwart hineinbringen. Als Christus am Kreuz den Preis für die Sünde zahlte, riss der Vorhang im Tempel von oben nach unten entzwei (vgl. Matthäus, 27,51). Die Trennung der Menschen von der heiligen Gegenwart Gottes ist aufgehoben. Die «überwältigend grosse Kraft», mit der Gott Jesus von den Toten auferweckt hat, kann hier und jetzt in uns wirken. Im Brief an die Epheser schreibt der Apostel Paulus: «… und wie überschwänglich gross seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. (1,19-20)» Wenn Jesus tatsächlich von den Toten auferstanden ist, verändert das alles: die Art, wie wir Beziehungen leben, unseren Umgang mit Reichtum und Macht, unsere Arbeit, wie wir Sexualität verstehen und leben, wie wir mit Konflikten zwischen ethnischen Gruppen umgehen und uns für Gerechtigkeit einsetzen. Das Kreuz und die Auferstehung zusammen liefern uns das Grundmuster, nach dem wir als Christen im Lichte der neuen Schöpfung leben. Als Christen folgen wir nicht einem hochverehrten, aber toten Lehrer, sondern einem auferstandenen Herrn, der hier und jetzt an unserer Seite ist. Im Buch der Offenbarung 3,20 sagt Jesus: «Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer meine Stimme hört und mir öffnet, zu dem werde ich hineingehen, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir.»
Impulse für den Glauben - dritter Teil - I
Die „Impulse für den Glauben“ erscheinen wöchentlich am Donnerstag.
Wir sind gerne bereit für Seelsorgegespräche. Melden Sie sich bei Pfarrer Alexander Lücke
oder Sozialdiakon Markus Zogg.