Markus Zogg

Jugendliche verschenken Geld in Brunnen

Ist er wirklich am Boden? (Foto: Samuel Wagner)

Ist er wirklich am Boden? (Foto: Samuel Wagner)

Zum Einstieg des ersten Oberstufenprojekttages zum Thema „Ich-Du-Wir“ lernten die 20 Schüler sich selbst durch „anders-artig sein“ zu erkennen. Dazu gehörte ein Flash-Mob, wo Jugendliche mit Maske verkleidet die Leute dazu aufforderten sich vom Geld zu bedienen, dass sie auf einem Pappteller vor sich trugen.
Nach der lustigen Aufwärmphase, wo die 7. und 8. Klässler prominente Persönlichkeiten errieten, gestalteten alle eine Gipsmaske ihres Gesichtes. Danach hörten sie das Gedicht Dietrich Bonhoeffers „Wer bin ich“ und lernten Aspekte seines Lebens kennen. Eine Partnerarbeit mit Selbst- und Fremdeinschätzung und der Psalm 139 rundeten den Samstagmorgen ab.
Nach dem Essen folgte ein philosophischer Teil: Erst durch die Begegnung mit dem Anders-artigen können wir uns selbst erkennen.
Das Gehörte anschliessend umgesetzt. Im Einkaufscenter des Coop zogen plötzlich alle ihre Masken an. Anschliessend ging es an verschiedenen Orten in Brunnen weiter: Mit Maske, Leintuch und weissen Handschuhen verkleidete Jugendliche forderten auf einem Schild dazu auf, sich vom Geld, dass auf einem Pappteller lag zu bedienen. Andere Teenager trugen einen Holzrahmen vor sich und weitere Schüler hielten den Leuten Handspiegel vors Gesicht oder lagen mitten auf der Strasse. Diese ungewohnten Aktionen irritierten, liessen zurückfragen oder wurden auch verstohlen ignoriert.
Zum Abschluss des Tages ging‘s zurück ins Kirchgemeindehaus, um das Erlebte auszutauschen. Nach dem Kurzfilm „anders-artig“, der von einem Chamäleon handelt, das ausgestossen wird, endete der erfreuliche Start mit den motivierten Jugendlichen.
Bereitgestellt: 02.10.2011