Zur Pensionierung von Ursi Meyer
Kirche Schwyz 3: Schaukel und Altar (Foto: Erich Wegmann)
Per Ende Juni ging Ursi Meyer nach 27 Jahren Dienst in der Kirchgemeinde in Pension. Mit einem festlichen Gottesdienst im Chilezentrum Schwyz und anschliessendem Grillfest für alle hat unsere Kirchgemeinde Ursi Meyer gewürdigt.
Peter Bertschi,
Mit nachstehendem Text nimmt Ursi Meyer im Brief aus der Kirchgemeinde vom Juni 2011 Rückblick auf 27 Jahre im Dienste unserer Kirchgemeinde:
Fast siebenundzwanzig Jahre durfte ich bei der Kirchgemeinde Brunnen arbeiten. Begonnen hat es 1984 mit einer Lektion Religionsunterricht. Berufsbegleitend durfte ich in Basel die Ausbildung zur Katechetin geniessen, die Kurskosten wurden von der „Basler Kirche“ unserer armen Diasporagemeinde gesponsert. 1998 hatte ich Gelegenheit den Evangelischen Theologiekurs in Zug zu besuchen, 2005 bildete ich mich an einem Kurs für Altersarbeit in Zürich weiter.
Der Unterricht weitete sich langsam praktisch auf das ganze Kirchgemeindegebiet aus. Auch in Walchwil durfte ich zwei Lektionen erteilen. Mein Pensum erweiterte sich bis 22 Lektionen wöchentlich. Dabei war nicht nur kirchlicher Unterricht, sondern auch Kräfteschulung, Sozialethik etc. für alle Schüler der ersten und zweiten Klasse (inkl. Katholiken, Moslems etc.). Kurz vor der Jahrtausendwende reduzierte ich das Pensum des Religionsunterrichts um mich der Seniorenarbeit und den Besuchen in der Kirchgemeinde zu widmen. Seit gut zwei Jahren habe ich den Religionsunterricht vollständig meinen Nachfolgerinnen abgegeben und betätigte mich nach einer Weiterbildung in Altersarbeit nur noch als „Gemeindehelferin“
Gottesdienst musste oder durfte ich bereits Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts halten. Aus einer Notlage heraus, es wurde kein Pfarrer für den Sonntagsgottesdienst gefunden, durfte ich einspringen. Auch Taufen und später Beerdigungen waren Stellvertretungen.
All jenen, die mich bei meiner Arbeit im Dienste der Kirche unterstützten möchte ich danken. Speziell hervorheben will ich Pfarrer Walter Albrecht, der mich eigentlich ins „kalte Wasser“ warf, Pfarrer Dietrich Jäger und im speziellen Pfarrer Hartmut Schüssler. Auch dem Kirchgemeinderat, dem Sekretariat, den Sigristinnen und den Kirchenmusikern gilt mein Dank. Pfarrer Schüssler und der Kirchgemeinderat haben mich immer in meinen Ideen unterstützt. Mir war und ist es immer noch wichtig, meine Arbeit so zu verrichten, dass diese Samen auch Früchte tragen. Sowohl im Religionsunterricht wie auch in der weiteren Gemeindearbeit hoffe ich vielen Mitmenschen den Weg zum Glauben geöffnet zu haben.
Daneben geben nachstehende Bilder einen Einblick in ein wunderbares Abschiedsfest.